• vom 02.08.2018, 17:28 Uhr

Stadtleben

Update: 03.08.2018, 08:21 Uhr

Fiaker

"Die Hitze macht den Pferden nichts aus"




  • Artikel
  • Lesenswert (14)
  • Drucken
  • Leserbrief






    Laut Auflagen dürfen die Fiaker-Pferde bei Temperaturen über 35 Grad nicht mehr im Einsatz sein.

    Laut Auflagen dürfen die Fiaker-Pferde bei Temperaturen über 35 Grad nicht mehr im Einsatz sein.© APAweb, Herbert Neubauer Laut Auflagen dürfen die Fiaker-Pferde bei Temperaturen über 35 Grad nicht mehr im Einsatz sein.© APAweb, Herbert Neubauer

    Wien. (hs) Die Hitzewelle hat Wien erfasst und mit ihr erhitzt sich die Debatte um die gesetzliche Einschränkung des Fiaker-Gewerbes. Auf Druck des Tierschutzverbands und der Grünen wurde 2016 eine Regelung zum Schutz der Arbeitstiere getroffen.

    Laut Auflagen dürfen die Fiaker-Pferde bei Temperaturen über 35 Grad nicht mehr im Einsatz sein. Im letzten Jahr kam das Gesetz erstmals zur Anwendung. Insgesamt bekamen die Wiener Fiaker-Pferde im Jahr 2017 an zwei Tagen hitzefrei. Das Inkrafttreten der Regelung könnte sich jedoch in Zukunft häufen. Laut dem MA 65 (Rechtliche Verkehrsangelegenheiten) gab es zwar anfangs Widerstand gegen die Regelung, eingehalten wurde sie jedoch in beiden Fällen unaufgefordert. Einen Ersatzanspruch bei Geschäftsentfall gebe es nicht.


    Der Fiaker Raimund Novotny verrät im Gespräch mit der "Wiener Zeitung", dass er die Diskussion um die Fiaker-Pferde als überspitzt empfindet. "Grundsätzlich sind die Menschen schlimmer von der Hitze betroffen, als die Tiere." Bei jedem Standplatz befinde sich ein Standplatzmeister. Seine Aufgabe ist es den Pferden ausreichend Wasser zu geben und den Boden abzuspritzen. Weiters bewege sich das Tier durchschnittlich sechs bis acht Mal am Tag und stehe nicht die ganze Zeit in der Sonne. Es sei die Aufgabe des Fiakers, für das Wohl seiner Tiere zu sorgen. Sein Credo lautet: "Geht’s den Tieren gut, geht’s dem Betrieb gut."

    Für Arbeitnehmer gibt es keine Hitzeferien. Eine Ausnahme bildet die Arbeit am Bau. Seit 2013 gilt für Hitze die gleiche Bestimmung wie für Schlechtwetter. Es muss ein alternativer Arbeitsplatz gefunden oder die Arbeit muss eingestellt werden, wenn diese mehr als drei Stunden einer Hitzebelastung von über 35 Grad ausgesetzt sind. Die Entscheidung darüber obliegt jedoch dem Arbeitgeber.




    Schlagwörter

    Fiaker

    Leserkommentare




    Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


    captcha Absenden

    * Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
    Dokument erstellt am 2018-08-02 17:38:18
    Letzte Änderung am 2018-08-03 08:21:43


    Buwog-Prozess

    Die Bewegungen des Karl-Heinz Grasser

    - © apa/Fohringer Wien. Karl-Heinz Grasser ist verärgert - wegen eines Dokuments. "Es ist nicht das Papier wert, auf dem es gedruckt ist", schimpft er... weiter




    Vor Gericht

    Ende mit Fluchtversuch

    Für den Angeklagten, der sich auf freiem Fuß befand, klickten noch im Gerichtssaal die Handschellen. - © dpa/Patrick Pleul Wien. Zwölf Jahre Haft. So lautet das - nicht rechtskräftige - Urteil gegen einen Zeitungszusteller, der eine Jugendliche in seinem Auto missbraucht... weiter





    Werbung



    Beliebte Inhalte

    Meistgelesen
    1. Wien folgt Melbourne als lebenswerteste Stadt der Welt
    2. Erste Verbotshinweise bereits in den Zügen
    3. Gelebte Weinhauskultur
    4. Die Zukunft gehört den Exoten
    5. Tod einer Wiener Dame
    Meistkommentiert
    1. ÖVP beantragt Sonder-Gemeinderat
    2. "Jeder Stadtrat kann für den Praterstern Geld spenden"
    3. Breite Front gegen Einführung
    4. Die Zukunft gehört den Exoten
    5. "Wien hat Glück, so lange es Westwind gibt"

    Edip Sekowitsch

    "Der Setschko war ein Fighter"

    Den Sekowitschweg gibt es seit 2012 - doch jetzt wurde er offiziell eingeweiht und gesegnet. - © Schmölzer Wien. Wenn man ihn danach fragte, redete Edip Sekowitsch bereitwillig über seine alte Leidenschaft. Nur vom Äußeren her hätte dem Besitzer eines... weiter




    Holzhochhaus

    Hoch hinaus mit Holz

    Das weltweit höchste Holzhochhaus entsteht in der Seestadt Aspern. - © RLP Ruediger Lainer und Partner Wien/Dornbirn. Das weltweit höchste Holzhochhaus soll in der Seestadt Apern entstehen. Seit mehr als einem Jahr wird an dem Bauwerk aus 24 Stockwerken... weiter




    Geschichte

    Bitte à la Giraffe!

    Wildlife Animals - © Chris Van Lennep Wien. Die Geschichte fängt harmlos an: 1828 erhielt Kaiser Franz I. (II.) vom Vizekönig von Ägypten eine Giraffe, die dieser wiederum im Tiergarten... weiter





    Leinenpflicht

    Hunde-Sünder im Visier: Schwerpunktkontrollen starten

    Stadträtin Ulli Sima. - © apa/Hochmuth Wien. Wiens Hundehalter werden wieder verstärkt in die Pflicht genommen. Gestern, Donnerstag, startete die Wiener Polizei gemeinsam mit dem... weiter






    Werbung