Wien. Um den österreichweit rund 330.000 Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien einen guten Start ins neue Schuljahr zu ermöglichen, gibt es heuer wieder die Schulstartaktion der Caritas Wien. In den "carlas", den Second-Hand-Läden der Caritas in Wien und Niederösterreich, werden Schulartikel besonders günstig angeboten.

"Wir sehen, dass der Schulstart nicht nur eine große Freude ist, sondern auch eine enorme finanzielle Belastung für armutsbetroffene und armutsgefährdete Familien", sagte Klaus Schwertner, Caritas-Generalsekretär der Erzdiözese Wien, am Montag. In den "carlas" kann man etwa Schultaschen ab fünf Euro und Stifte schon um zehn Cent kaufen. Die Nachfrage steige jährlich, derzeit werde noch immer nach gut erhaltenen Schultaschen, Mappen oder Stiften gesucht, erklärte Schwertner, der zu weiteren Sachspenden aufrief.

Die Kunden der "carlas" würden die Angebote aus unterschiedlichen Gründen nutzen - "manche, weil sie ein eingeschränktes Budget haben, aber andere auch, weil sie finden, dass Wiederverwenden besser als Wegwerfen ist", erklärte die Leiterin der "carlas", Elisabeth Mimra.

Freiwillige für Lerncafés


Die Caritas will mit der Aktion die Armut bekämpfen. Denn je geringer die Bildung, desto höher ist die Armutsgefahr. 33 Prozent der armutsgefährdeten Menschen seien Pflichtschulabsolventen, während 16 Prozent der Maturanten von Armut gefährdet seien, hieß es. Aus diesem Grund wurden auch die Lerncafés in Wien und Niederösterreich gegründet. Hier haben Freiwillige im vergangenen Semester rund 300 Kinder durch das Schuljahr begleitet.