• vom 21.08.2018, 18:31 Uhr

Stadtleben


Kriminalität

Mann gesteht Messerangriff auf neuen Freund der Frau




  • Artikel
  • Kommentare (1)
  • Lesenswert (6)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • "Familieninterne Verhandlung" rund um Scheidung eskalierte. Einem 24-Jährigen wurde in die Lunge gestochen.

Wien. Ein 35-jähriger Serbe hat am Dienstag eine Messerattacke auf den neuen Freund seiner Ehefrau gestanden. Das bestätigte die Polizei. Der Vorfall hat sich am Montagabend ereignet, der 24-Jährige befand sich am Dienstag noch immer in Lebensgefahr. Zuvor war eine Aussprache um die geplante Scheidung des Paares in einer Massenschlägerei in Meidling geendet.

Der 24-Jährige war laut Polizei als neuer Freund einer 32-Jährigen zu einer "familieninternen Verhandlung" rund um die geplante Scheidung der Frau in ein Restaurant in der Steinbauergasse gekommen. Über die geplante Scheidung dürfte bereits im Vorfeld ein Streit entstanden sein, weshalb sich die zahlreichen Angehörigen und der neue Freund der Frau in dem Lokal zusammensetzten. Unter den rund 50 Anwesenden der serbischen Großfamilie eskalierte am Abend dann die Auseinandersetzung. Die Polizei wurde kurz nach 21 Uhr zur großen Rauferei gerufen.


Massenschlägerei
auf Straße

"Während der Besprechung kam es zu Meinungsverschiedenheiten unter den rund 50 Teilnehmern, woraufhin einige Personen das Lokal verließen", berichtete Polizeisprecher Harald Sörös.

Auf der Straße entwickelte sich anschließend die Massenschlägerei. Während sich im Restaurant sowohl Männer als auch Frauen zur Aussprache getroffen hatten, beteiligten sich laut dem Polizeisprecher dann vor allem die männlichen Anwesenden an der Rauferei.

Im Zuge der Auseinandersetzung erlitt der 24-Jährige zwei Lungenstiche. Der Schwerverletzte wurde von der Wiener Berufsrettung notfallmedizinisch versorgt und in ein Krankenhaus gebracht. Laut Sörös befand sich der junge Mann am Dienstag weiterhin in Lebensgefahr.

Mehrere weitere Personen erlitten bei der Auseinandersetzung "leichte bis mittelschwere Verletzungen, wie blaue Augen und Abschürfungen". Die meisten Betroffenen wollten sich allerdings nicht ärztlich behandeln lassen, erläuterte Sörös.

Die Ehefrau beschuldigte ihren Noch-Ehemann, die Tat begangen zu haben. Der 35-Jährige wurde festgenommen, bestritt zunächst aber die Tat. In seiner Einvernahme am Dienstagnachmittag gab er die Messerstiche dann zu, wie die Tageszeitung "Österreich" online berichtete. Das Motiv ist noch unklar, sagte Sörös. Die Hintergründe sollen durch weitere Vernehmungen geklärt werden.

Zahlreiche
Einsatzkräfte

Bei dem Großeinsatz waren schlussendlich 16 Streifenwagenbesatzungen nötig, um die Situation zu beruhigen und die Streitenden zu trennen. Neben sechs Fahrzeugen des Stadtpolizeikommandos Meidling wurden vier der Sondereinheit Wega, vier der Polizeidiensthundeeinheit und zwei der Landesverkehrsabteilung hinzugezogen. Rund 30 Beamte standen im Einsatz.




1 Leserkommentar




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-08-21 17:56:39


Messerattacken

"Das war ein Amoklauf"

WIEN: PROZESS NACH MESSERATTACKEN IN WIEN-LEOPOLDSTADT - © APAweb / Herbert Neubauer Wien. Noch heute leidet Familie H. an den Folgen des 7. März 2018. Damals war das Ehepaar samt Tochter am Nestroyplatz von einem Mann mit einem Messer... weiter




Gericht

"Es ist gut, dass die Schwester tot ist"

20180822_ehrenmord - © APAweb / Hans Punz Wien. Die Familie. Ständig wird am Mittwoch in Saal 203 des Wiener Straflandesgerichts von ihr geredet. Von ihrem Willen, ihrer Ehre und den Rollen... weiter





Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Postfilialen verschwinden
  2. Jetzt schon vorweihnachtlich
  3. Der Bau des U2/U5-Linienkreuzes verzögert sich
  4. Wiener Stätte des Frohsinns
  5. Die Suche nach der Blutgräfin
Meistkommentiert
  1. Shoah-Gedenkmauer fix
  2. Nichts zu machen?
  3. Bis zu 1.400 Notschlafplätze für Obdachlose
  4. Jetzt schon vorweihnachtlich
  5. Zu schnell für den Gehsteig

Bürgerbeteiligung

"Es ist noch nichts entschieden"

Gemeinsam an einem Tisch diskutierten Anrainer, Planer, Experten und Politiker in Mariahilf über Umgestaltungskonzepte. - © Diva Shukoor Wien. Es ist kurz vor 18 Uhr im Haus der Begegnung Mariahilf. Der Veranstaltungssaal ist bereits gut gefüllt, die Mitarbeiter des Planungsbüros Zwopk... weiter






Advent

Jetzt schon vorweihnachtlich

Jetzt schon vorweihnachtlich Wien. Ab dieser Woche kann man sich auf den Wiener Christkindlmärkten auf die Weihnachtszeit einstimmen. Die ersten Märkte, am Spittelberg...

Moshe Jahoda Platz

"Grandpa, I hope you’re watching"

"Grandpa, I hope you’re watching" Wien. Der Wind bewegt die Zweige der kahlen Bäume, während das Totengebet, gesungen von Shmuel Barzilai, Oberkantor der israelitischen Kultusgemeinde...



Advent

Jetzt schon vorweihnachtlich

THEMENBILD: WEIHNACHTSMARKT / CHRISTKINDLMARKT / ADVENT - © APAweb / Herbert Pfarrhofer Wien. Ab dieser Woche kann man sich auf den Wiener Christkindlmärkten auf die Weihnachtszeit einstimmen. Die ersten Märkte, am Spittelberg... weiter




Wien

Postfilialen verschwinden

Die Post wird in Wien aus 42 und in ganz Österreich aus 73 Bankstandorten ausziehen. Grund dafür ist die Entflechtung von BAWAG P.S.K... weiter






Werbung