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Update: 22.08.2018, 18:30 Uhr

Wetter

Ein Ende mit Fortsetzung




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  • Eine Kaltfront soll die Hitze am Freitag beenden. Ein Sommer, wie wir ihn jetzt erleben, könnte zur Normalität werden.



Der Sommer dieses Jahr war außergewöhnlich heiß, was sich auch durch Berechnungen des ZAMG erkennen lässt.

Der Sommer dieses Jahr war außergewöhnlich heiß, was sich auch durch Berechnungen des ZAMG erkennen lässt.© APAweb, dpa, Andreas Arnold Der Sommer dieses Jahr war außergewöhnlich heiß, was sich auch durch Berechnungen des ZAMG erkennen lässt.© APAweb, dpa, Andreas Arnold

Wien. (red/hs) Noch zwei Tage - dann ist die Hitzewelle vorüber, sagen die Wetterexperten der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Heute, Donnerstag, gibt es noch einmal Höchsttemperaturen bis zu 34 Grad. Doch dann zieht eine Kaltfront ein und beendet am Freitag die Hitze - so lautet die Prognose.

Seit Mittwoch werden in den Westen Österreichs etwas feuchtere Luftmassen transportiert. Damit steigt die Gewitterneigung im Westen und Südwesten deutlich an. Mit der Annäherung einer Störungszone von Nordwesten her wird es am Donnerstag merklich labiler: Schon am Vormittag entstehen zahlreiche Quellwolken und am Nachmittag ist im Bergland verbreitet mit Gewittern zu rechnen.


Einzelne Gewitterzellen können später dann auch im Flachland entstehen, hier bleibt es aber großteils trocken. Der Wind weht meist nur schwach. Die Frühtemperaturen erreichen 13 bis 21 Grad, aber Tageshöchsttemperaturen von 27 bis 34 Grad sind laut ZAMG trotzdem zu erwarten.

Kaltfront erwartet
Die erwartete Kaltfront bringt schließlich am Freitag im Westen und an der Alpennordseite schon von Beginn an dichte Wolken und Regen. Weiter im Osten und Süden scheint die Sonne hingegen noch länger. Hier ist später aber mit Gewitterentwicklungen zu rechnen, der Westwind frischt auf, die Tageshöchsttemperaturen betragen immer noch 25 bis 30 Grad.

Am Sonntag sind, laut Alexander Orlik vom ZAMG, die tiefsten Temperaturen mit einem Tagesmaximum von 15 Grad zu erwarten. Nächste Woche wird es wieder wärmer -Temperaturen über 30 Grad sind aber unwahrscheinlich.

Damit war der Sommer dieses Jahr außergewöhnlich heiß, was sich auch durch Berechnungen des ZAMG erkennen lässt. Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik hat die Sommer in Österreich von 1767 bis 2017 mit dem Klimamittel des 20. Jahrhunderts verglichen. Dabei wurden Messwerte der Sommer vom 1. Juni bis zum 31. August berücksichtigt. Dargestellt wird die Abweichung aller Sommer zum Klimamittel der Jahre 1901 bis 2000.

Aus der Grafik ergibt sich, dass die vergangenen Jahre fast durchwegs überdurchschnittlich warme Sommer mit sich gebracht haben. Dieser Trend dürfte sich fortsetzen. Im Jahr 2050 könne ein Sommer, wie wir ihn jetzt erleben, zur Normalität werden, meint Orlik. Zudem sei mit längeren und heftigeren Hitzewellen zu rechnen.

Eindeutige Aussagen sind allerdings schwierig zu treffen: Denn interne Schwankungen hängen mit der atmosphärischen und ozeanischen Zirkulation zusammen. Diese steuert die Richtung der Wetterlagen und beeinflusst das Klima und den Niederschlag maßgeblich. Dadurch schwankt das ganze System.

Weniger Flugreisen
Der menschliche Beitrag zur Klimaerwärmung spielt jedoch weiterhin eine entscheidende Rolle. Orlik empfiehlt, dass jedermann durch die Verkleinerung des ökologischen Fußabdruckes etwas zur Eindämmung der Erwärmung beitragen kann - beispielsweise durch die Reduktion von Flugreisen, Fleischkonsum und Autofahren. Der Einzelne sei allerdings zu wenig - es brauche politische und ökonomische Lösungen, so der Klimaforscher.




Schlagwörter

Wetter, Wien, Hitzewelle

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
Dokument erstellt am 2018-08-22 18:20:43
Letzte Änderung am 2018-08-22 18:30:47



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