• vom 28.08.2018, 17:54 Uhr

Stadtleben


Islam

Imamin will liberale Moschee in Wien eröffnen




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    Wien/Innsbruck. Die Frauenrechtlerin und Imamin Seyran Ateş wünscht sich in zehn Jahren in jeder europäischen Hauptstadt eine "liberale Moschee". Dies sagte sie am Dienstag in Innsbruck. Neben der im Juni 2017 in Berlin eröffneten Ibn-Rushd-Goethe-Moschee soll auch bald in Wien eine Moschee unter demselben Namen ihre Pforten öffnen. Bis Ende 2018 soll zumindest der Raum dafür gefunden sein. Einen genauen Zeitpunkt für die Eröffnung der Moschee in der Bundeshauptstadt nannte Ates nicht.

    Der Name Ibn-Rushd-Goethe-Moschee ist nicht zufällig gewählt. Der Namensgeber und Philosoph Ibn Rushd habe bereits im 12. Jahrhundert einen liberalen und zeitgemäßen Islam gelebt, betonte die Berliner Rechtsanwältin im Rahmen des Besuchs eines Wertekurses des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) in Innsbruck. Diese Haltung wolle sie ins Heute transferiert sehen: "Es ist die richtige Zeit, sich gegen Rechte zu stellen und zu zeigen, dass es einen liberalen Islam und liberale Moscheen gibt".


    Streit und Debatte notwendig
    Den in Berlin und bald wohl auch in Wien gepredigten Islam, in dem Frauen in die Iman-Rolle schlüpfen dürfen und der interreligiöse Dialog forciert wird, wollte sie bei allem aber nicht als den "einzig wahren Islam" sehen. Es gehe vielmehr auch darum, dass Muslime wieder richtig miteinander streiten und debattieren. Dies sei im Sinne einer "offenen Gesellschaft", die in Europa eine unumstößliche Grundlage darstelle.

    "Warum willst du hier leben, wenn du den radikalen Islam leben möchtest?", so Ates in Richtung der Muslime, die mit Demokratie, Menschenrechten und Meinungsfreiheit wenig anfangen können. "In Europa kann man nicht Saudi-Arabien aufbauen."




    Schlagwörter

    Islam, Moschee, Wien, Seyran Ates, Europa

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    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
    Dokument erstellt am 2018-08-28 18:02:46



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