• vom 31.08.2018, 07:00 Uhr

Stadtleben

Update: 31.08.2018, 11:49 Uhr

Gaming

Spielen mit des Kanzlers Segen




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Am heutigen Tag sind E-Sport-Experte Manuel Haselberger und Lehramtsstudent Dominik dran. Sie präsentieren Pölsterl im Gebäude des Bundeskanzleramts in der Unteren Donaustraße "Donkey Kong Country: Tropical Freeze". Ein klassischer "Jump and Run"-Titel für die Spielekonsole Nintendo Switch, der sich vor allem an ein jüngeres Publikum richtet.

"Unbedenkliche Darstellung"
Manuel und Dominik spielen ein paar Levels an, erklären die Steuerung und die Spielmechaniken. Pölsterl schaltet sich mehrmals ein. Was denn passiere, wenn Donkey Kong einen Hügel hinabfalle, von einem Gegner überwältigt werde oder sonst irgendwie versage, will er wissen. Dominik lässt die Spielfigur absichtlich von einer Klippe stürzen. Sofort taucht Donkey wieder von unten auf, Ballone tragen ihn zurück auf die Klippe. "Eine unbedenkliche Darstellung", urteilt der Beamte.

Nicht nur Gewaltdarstellungen stehen bei den Tests im Fokus, auch andere Themen wie der Suchtfaktor, die Technik und die Online-Funktionen des Spiels werden untersucht. Ein Beispiel: "Bei vielen Spielen können Fotos per Webcam geschossen werden, um Erfolge in den Sozialen Medien zu teilen", sagt Pölsterl. Das kann problematisch sein - etwa dann, wenn sich Kinder im Pyjama ablichten und solche Fotos dann online stellen.

Bei "Donkey Kong" gibt es diese Bedenken aber nicht. Das Spiel erhält bei der Besprechung eine BuPP-Empfehlung. "Das gebe ich mit gutem Gewissen Eltern in die Hand", sagt Pölsterl.

"Erklären Sie es meinen Eltern"
Hier und da sind es aber auch die kleinen Spieler selbst, mit denen die BuPP in Kontakt kommt. So ist die Bundesstelle bei Messen mit eigenen Ständen vertreten. Immer wieder kommen dabei auch Kinder auf die Beamten zu. Mit einem Schmunzeln erzählt Pölsterl: "Manchmal haben Sie ihre Eltern im Schlepptau und sagen dann: ‚Bitte erklären Sie meinen Eltern, dass das Spiel, das ich spiele, nicht so schlecht ist.‘"

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-08-30 17:59:52
Letzte Änderung am 2018-08-31 11:49:51


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