- © Herbert Lehmann
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Wien. (hs) Die Qualität von Wiener Weinen auch international verstärkt zu kommunizieren. Das setzte sich die 2006 gegründete Gruppe "WienWein" zum Ziel. Seit 2010 arbeitet sie an einem Lagenklassifikationssystem für Wiener Weine. Die Mitglieder der Gruppe stellten das Ergebnis des langen Arbeitsprozesses vor. Entstanden ist bei dem Prozess das Qualitätssiegel "ÖTW Erste Lage", es soll bei der Vermarktung im In- und Ausland die hohe Qualität der Wiener Weine signalisieren. Dabei habe man sich auch am Ausland, insbesondere an Klassifikationssystemen in Deutschland und Frankreich orientiert. "Das ist Herkunft, das ist Unverwechselbarkeit, das nimmt uns keiner weg", erklärte "WienWein"-Präsident Fritz Wieninger am Donnerstag. 61, und damit nur knapp drei Prozent aller Wiener Lagen, haben es bislang in die "Klassifikation" geschafft.

Die Auswahl der Ersten Lagen folgte einem strengen Selektionsprozess. Über mehrere Jahre hinweg wurden die gegenständlichen Weine evaluiert. Die Lagenklassifikation sei keineswegs als Alleingang von "WienWein" zu verstehen, sagt Wieninger. Ab 1. Jänner 2019 können alle Wiener Weinbaubetriebe einen Antrag stellen. Der Klassifikationsprozess dauere etwa drei Jahre. Aufnahmekriterien seien primär die Lage und Geologie. Ausschlaggebend sei des Weiteren die Qualität des Weins und die Geschichte beziehungsweise Reputation des Betriebs. Für die Zukunft wünsche sich der Verein, die nächste Stufe der Klassifikation zu erreichen: "Große Lage". Doch brauche ein solcher Entwicklungsschritt eine entsprechende Vorbereitungszeit.