Wien. Unter dem Motto "Von daheim schmeckt's am besten" hat das 18. Erntedankfest der Österreichischen Jungbauernschaft am 8. und 9. September im Wiener Augarten stattgefunden. Neben Kulinarik und traditionalistischem Unterhaltungsprogramm traten am Sonntag auch Bundeskanzler Sebastian Kurz, Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger und Kulturminister Gernot Blümel auf.

Bereits zum dritten Mal war die älteste barocke Parkanlage Wiens Kulisse für ein Festival voll österreichischer Folklore. In den Jahren davor hatte die Veranstaltung am Heldenplatz stattgefunden. Die Veranstalter luden dazu ein, "das Feeling vom Land mitten in der Großstadt zu erleben" und präsentierten ein Unterhaltungsprogramm mit unter anderem Blasmusik, Volkstanz, Trachtenmodenschau und Forstarbeiterwettbewerben.

"Schmankerldorf"  und Bauernmarkt

Das Hauptaugenmerk der Veranstaltung lag aber auf den Produkten der österreichischen Landwirtschaft. Die Besucher konnten sich in einem "Schmankerldorf", einem Bauernmarkt, sowie Heurigenständen von der "kulinarischen Vielfalt der Regionen" überzeugen. Für Wissbegierige gab es Lehrpfade und Informationsstände der Nationalparks Austria.

Den Höhepunkt des Festes bildete die Segnung der Erntefrüchte durch Dompfarrer Toni Faber und der Umzug der geschmückten Erntewägen am Sonntagnachmittag. Noch vor dem gemeinsamen Gebet gab es Redebeiträge von Standesvertretern der Bauernschaft und Regierungsmitgliedern.

Klage über Konkurrenz

Kurz und Köstinger riefen in ihren Beiträgen zum Konsum heimischer Produkte und dadurch zur Unterstützung der österreichischen Bauern auf. Franz Windisch, Obmann des Wiener Bauernbundes. beklagte die "Konkurrenz mit Lebensmitteln, die weit, weit hergekarrt werden" und mahnte: "Klimaschutz fängt mit dem täglichen Einkauf an". Blümel fand neben lobenden Worten für die Produzenten auch kritische Worte für die Wiener Stadtregierung, die zu wenig für diese tue.