• vom 03.10.2018, 16:55 Uhr

Stadtleben

Update: 03.10.2018, 20:18 Uhr

Gutachten

Mutmaßlicher Mörder zurechnungsfähig




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  • Er soll Siebenjährige in Döbling erstochen haben.

Wien. Laut einem von Gerichtspsychiater Peter Hofmann erstellten Gutachten ist der mittlerweile 16-Jährige, der am 11. Mai in Döbling ein siebenjähriges Mädchen erstochen haben soll, zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig gewesen. In seinem nun der Staatsanwaltschaft Wien übermittelten, 98 Seiten umfassenden Gutachten legt Hofmann dar, dass der Jugendliche von einer kombinierten Persönlichkeitsstörung mit schizoid-narzisstischen Anteilen und einem Wasch- und Kontrollzwang geprägt ist.

Laut Hofmann litt der Junge zur Tatzeit an einer "schwerwiegende Persönlichkeitsstörung". Laut dem Experten sei der 16-Jährige aber zurechnungsfähig gewesen, da der Bursche zum fraglichen Zeitpunkt "keine handlungsbestimmende schwere Geisteskrankheit oder tiefer greifende Bewusstseinsstörung hatte". Er wird sich wegen Mordes am Wiener Straflandesgericht verantworten müssen, wo ihm bis zu 15 Jahre Haft drohen.


"Vollbild einer Schizophrenie"
Laut Hofmann weist der Bursch durch die Bluttat und die sozialen Veränderungen in der Haft jetzt das "Vollbild einer Schizophrenie" auf. Der Psychiater stellt eine ungünstige Gefährlichkeitsprognose: Es sei davon auszugehen, dass die emotionale Kontrollfähigkeit und das kritische Bewusstsein des Jugendlichen derart abbauen, dass er "unberechenbar wird". Weitere Bluttaten seien zu befürchten.




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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-10-03 17:06:38
Letzte Änderung am 2018-10-03 20:18:28


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