• vom 06.04.2018, 15:13 Uhr

Wien

Update: 11.04.2018, 10:15 Uhr

Max Catering

Der Geschmack von Schule




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Von Ina Weber

  • Hinter dem Schulessen-Lieferant Max Catering steckt ein Wiener Familienunternehmen.

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Max-Catering-Juniorchef Lahmer führt seit 2017 die Geschäfte - gemeinsam mit Assistentin Biffl.

Max-Catering-Juniorchef Lahmer führt seit 2017 die Geschäfte - gemeinsam mit Assistentin Biffl.© Jenis Max-Catering-Juniorchef Lahmer führt seit 2017 die Geschäfte - gemeinsam mit Assistentin Biffl.© Jenis

Wien. Drei Männer mit hellblauer Plastikhaube auf dem Kopf stehen vor großen silbernen Kochformen. Einer hält einen Schöpfer so groß wie ein Fußball in der Hand und gießt die Fleischsauce ins Blech. Ein anderer legt vorsichtig ziegelsteingroße Teigblätter darauf. Der Dritte schiebt das Wagerl mit dem Topf. An vielen Wiener Schulen wird es morgen Lasagne geben.

Fast jeder zweite Schüler in Wien erhält sein Essen von Max Catering. Den Markt teilt sich das Wiener Unternehmen mit Gourmet, einem Tochterunternehmen der Vivatis Holding AG, die wiederum eine Tochter von Raiffeisen Oberösterreich in Linz ist. Jedes Jahr können sich Wiens Schulen entscheiden, ob sie Gourmet- oder Max-Catering wollen. Derzeit hält es sich die Waage. In den öffentlichen Kindergärten hingegen hat Gourmet eine Alleinstellung, weil die Stadt mit dem Lieferanten seit Jahrzehnten einen Exklusiv-Vertrag hat.


Doch im Gegensatz zu Gourmet als Teil einer Aktiengesellschaft, ist Max Catering ein Familienunternehmen in zweiter Generation.

Rund 17.000 Menüs
Die Friedhofstraße in Favoriten ist von Äckern umgeben. Von Großstadt ist hier nicht viel zu spüren. Der blaue Würfel der neuen U1-Station in Oberlaa glänzt noch. Das zweistöckige Haus mit Lieferzone davor ist unscheinbar. Wer mit dem bunten Schriftzug Max Catering nichts anfangen kann, würde kaum vermuten, dass sich dahinter eine große Küche verbirgt, die täglich rund 17.000 Menüs an Wiens Schulen ausliefert. Noch weniger würde man vermuten, dass die Firma von einem Mann aufgebaut wurde, der vor rund 40 Jahren vom Waldviertel nach Wien kam. Franz Lahmer, der schon als Kind immer Max genannt wurde, startete als Koch im ehemaligen Kolping-Haus in der Sonnwendgasse. Der Waldviertler übernahm schnell die Rolle des Küchenchefs und machte sich Gedanken darüber, wie man für viele Menschen ein qualitativ hochwertiges Essen herstellen könnte.

Im Jahr 1998 machte er sich selbständig, nicht zuletzt deshalb, weil er und seine Frau mit dem Essen, das seine Kinder in der Schule bekamen, nicht immer zufrieden waren. Mit seiner Firma startete er zunächst an zwei Wiener Schulen. Schnell sprach sich die Qualität des Essens herum und das Unternehmen wuchs.

Heute beschäftigt die Firma rund 80 Mitarbeiter. Im Juni 2017 hat Lahmers Sohn, Markus Lahmer, die Geschäfte übernommen. Gemeinsam mit Daniela Biffl, Assistentin und langjährige Freundin der Familie, sei die Firma seines Vaters aber immer schon Teil seines Lebens gewesen. "Viele Mitarbeiter kennen mich, seit ich ein Kind war", sagt er und lacht. Ein Catering für Schulen zu führen, sei nicht leicht, die Auflagen der Stadt seien hoch, die Ansprüche der Eltern und Kinder ebenso - aber das sei auch gut so.

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Dokument erstellt am 2018-04-06 15:18:05
Letzte Änderung am 2018-04-11 10:15:22



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