• vom 08.11.2018, 10:53 Uhr

Stadtpolitik

Update: 08.11.2018, 11:01 Uhr

Wiener Grüne

3.397 Personen entscheiden über Vassilakou-Nachfolge




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Von WZ Online, APA

  • Die Briefwahl läuft ab sofort. Fünf Kandidaten rittern um den ersten Listenplatz bei der Wien-Wahl 2020.

Die Kandidaten (vlnr.): Benjamin Kaan, David Ellensohn, Marihan Abensperg-Traun, Birgit Hebein und Peter Kraus. - © APAweb / Georg Hochmuth

Die Kandidaten (vlnr.): Benjamin Kaan, David Ellensohn, Marihan Abensperg-Traun, Birgit Hebein und Peter Kraus. © APAweb / Georg Hochmuth

Wien. 3.397 Personen entscheiden bei den Wiener Grünen über die Nachfolge von Maria Vassilakou. Exakt so viele Teilnahmeberechtigte können bei der Kür des nächsten Spitzenkandidaten bzw. Spitzenkandidatin mitmischen. Die Briefwahl hat am heutigen Donnerstag begonnen. In rund drei Wochen wird feststehen, welcher der fünf Kandidaten das Rennen macht.

Wahlberechtigt sind neben 1.548 Parteimitgliedern auch 1.849 Personen, die sich im Vorfeld gegen eine kleine Gebühr online registriert haben, teilten die Wiener Grünen per Aussendung mit. Die Wahlunterlagen werden ab sofort verschickt.

Um den ersten Listenplatz bei der kommenden Wien-Wahl rittern fünf Bewerber. Größte Chancen werden Klubobmann David Ellensohn, Sozialsprecherin Birgit Hebein und Gemeinderat Peter Kraus - vormals stellvertretender Büroleiter Vassilakous - eingeräumt. Der Meidlinger Bezirksrat Benjamin Kaan und die Ärztin Marihan Abensperg-Traun haben lediglich Außenseiterchancen.

Sieger ab Sommer 2019 auch Vizebürgermeister

Obwohl formal nur über die Spitzenkandidatur bei der Wien-Wahl 2020 entschieden wird, geht es tatsächlich um einiges mehr: Denn wer das Rennen macht, beerbt Vassilakou - sie wird sich spätestens bis Sommer 2019 zurückziehen - auch als Vizebürgermeisterin und Verkehrsstadträtin.

Die Entscheidungsfindung per Briefwahl ist eine Premiere für die Wiener Grünen. Früher wurden die Listenplätze stets mittels Votum auf der Landesversammlung vergeben.

Um diesmal als Sieger hervorzugehen, braucht es eine einfache Mehrheit - also mindestens 50 Prozent plus eine Stimme. Da dies auf Anhieb angesichts fünf Konkurrenten eher unwahrscheinlich zu schaffen ist, haben die Grünen in ihrem Wahlmodus gewissermaßen gleich eine Art Stichwahl ("Instant-Runoff-System") eingebaut. Das heißt, die Wähler können nicht nur ihren Favoriten auf den Wahlzettel schreiben, sondern auch Zweit- und Drittstimmen etc. vergeben.

Abstimmung bis 26. November

Bei der Auszählung werden zuerst die Erststimmen gewertet. Gibt es dann noch keinen klaren Gewinner, wird jener Kandidat mit den wenigsten Erststimmen vom Stimmzettel gestrichen. Dessen Zweitstimmen werden dann je nach Nennung den verbliebenen Bewerbern zugerechnet. Dieses Prozedere wird so lange wiederholt, bis der Sieger eindeutig feststeht.

Die vorfrankierten Wahlkuverts müssen bis spätestens 26. November bei der Post einlangen. Wobei die Grünen am letzten Wahltag zusätzlich ein Wahllokal vor der Parteizentrale in der Lindengasse einrichten werden, wo man noch persönlich abstimmen kann. Nach Wahlschluss um 17.00 Uhr beginnt die Auszählung. Wann genau das Ergebnis feststehen bzw. veröffentlicht wird, ist noch offen.

Fix ist, dass die Rathaus-Grünen am 1. Dezember ihre nächste Landesversammlung abhalten werden. Dort wird sich der oder die Neue dann dem größten Gremium der Wiener Partei präsentieren. Ebenfalls diskutiert und eventuell beschlossen werden soll bei dem Treffen, nach welchem Modus die restlichen Listenplätze vergeben werden.





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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-11-08 10:54:24
Letzte Änderung am 2018-11-08 11:01:20


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