• vom 27.11.2018, 01:07 Uhr

Stadtpolitik

Update: 27.11.2018, 09:30 Uhr

Grüne

Birgit Hebein ist die neue Nummer 1




  • Artikel
  • Kommentare (6)
  • Lesenswert (6)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZ Online / APA

  • Die Sozialsprecherin könnte für neue Schwerpunkte stehen.

Birgit Hebein folgt Vassilakou nach.

Birgit Hebein folgt Vassilakou nach.© apaWeb - Hochmuth Birgit Hebein folgt Vassilakou nach.© apaWeb - Hochmuth

Wien. Birgit Hebein ist die Spitzenkandidatin der Wiener Grünen und zukünftige Vizebürgermeisterin. Sie wurde in einer parteiinternen Briefwahl gewählt. Die 51-Jährige ist seit 2010 Gemeinderätin der Grünen im Rathaus. Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou hat kürzlich angekündigt, sich bis zum Sommer kommenden Jahres zurückziehen.

Neben Hebein standen Rathaus-Klubchef David Ellensohn, Gemeinderat Peter Kraus, der Meidlinger Bezirksrat Benjamin Kaan und die Ärztin Marihan Abensperg-Traun zur Wahl. Zwei Wochen lang hatten Parteimitglieder sowie registrierte externe Wähler Zeit, an der Wahl teilzunehmen. Stimmberechtigt waren rund 3.400 Personen.

Hebein ist im Gemeinderat Sprecherin für Soziales und Sicherheit. Davor war sie fünf Jahre lang Bezirksrätin und Klubobfrau in Rudolfsheim-Fünfhaus. Außerdem war Hebein von 2000 bis 2002 bei der Grünen Gewerkschaft AUGE aktiv. Vor ihrer politischen Karriere arbeitete die diplomierte Sozialarbeiterin unter anderem im Bahnhofssozialdienst der Caritas Wien und bei der Arbeitsgemeinschaft für Wehrdienstverweigerung.

Für Armutsbekämpfung und soziale Gerechtigkeit

Hebein engagiert sich vor allem in den Bereichen Armutsbekämpfung und soziale Gerechtigkeit. Als Beispiele für ihre Arbeitsschwerpunkte nennt sie die Ausbildung junger Menschen, den Umgang mit Obdachlosen sowie die Mindestsicherung. Als Sozialsprecherin war Hebein im vergangenen Jahr maßgeblich an den Verhandlungen über das neue Wiener Mindestsicherungsmodell beteiligt.

Auch im internen Wahlkampf legte sie ihren Fokus auf die Sozialpolitik.
"Ohne soziale Sicherheit gibt es keinen sozialen Frieden", betonte sie.
Als politisches Ziel rief sie aus, "den Menschen die Möglichkeit zu
geben, ihr Schicksal selbst zu bestimmen". Außerdem setzte Hebein auf
die Tatsache, dass sie die einzige Frau unter den etablierten Kandidaten
war: "the future is female" lautete das Motto ihres Wahlkampfspots. Als
"hartnäckige Verhandlerin", zäh und erfahren beschreibt sie sich
selbst.

Hebein wurde am 13. Jänner 1967 in Villach geboren. Ihre
Jugend verbrachte die Tochter eines Maurers und einer Hausfrau in einem
kleinen Dorf in Kärnten. Heute lebt sie mit ihren beiden Kindern im
fünfzehnten Bezirk.

Ihre Wahl kann als Reaktion auf die Kritik an der Abgehobenheit mancher Funktionäre und die Vorwürfe mangelnden sozialen Engagements verstanden werden.



Video auf YouTube





6 Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-11-27 02:14:08
Letzte Änderung am 2018-11-27 09:30:09


Rohstoffe

Das Gold der Städte

Elektroschrott landet in vielen Ländern immer noch auf Mülldeponien. - © apa/dpa/Julian Stratenschulte Wien. In unseren Schubladen liegt Gold. Aus den mehr als zehn Millionen Handys, die schätzungsweise in Österreich ungebraucht herumliegen... weiter




Kulturticket-App

Goethes Gretchen - eine App

Die beiden Gründer Wolfgang Graf (r.) und Gerald Stockinger. - © Stanislav Jenis Wien. Die Unternehmensgründung von "Ticket Gretchen" erfolgte im klassischen Start-up-Sinn. Aus einem persönlichen Bedürfnis entstand eine Idee... weiter





Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Ehrung für kugelsichere Heiler
  2. Ein "gekrönter Schornstein" als Beleidigung guten Geschmackes
  3. Neue Rückgabeautomaten für Becher
  4. Initiative will Weinsorte Zweigelt umbennen
  5. Bald ganze U6 klimatisiert
Meistkommentiert
  1. Initiative will Weinsorte Zweigelt umbennen
  2. "Die FPÖ ist eine rassistische Partei"
  3. Debatte um Zukunft der Zweierlinie
  4. 50 Euro für Schlafsack und eine warme Mahlzeit
  5. Wien rückt ein Stück näher an Bratislava

Siemensgebäude

Der Investor und das Kreta-Viertel

In den tristen Betonbauten findet Zwischennutzung im großen Stil statt. - © Phillipp Hutter Wien. Am Rande von Kreta steht ein Zaun. Er soll nicht Flüchtlinge davon abhalten, Griechenland zu betreten. Er soll Wiener davon abhalten... weiter




Zwischennutzung

Die Hegemonie über die Zwischenwelt

Ein Gelände, zwei Welten: Auf der einen Seite ein geförderter Zwischennutzungs-Hub bei der Karl-Farkas-Gasse in Neu Marx . . . Wien. Es gibt Entwürfe, die in der Schublade verschwinden. Andere, die realisiert werden. Und dann gibt es jene Entwürfe... weiter





Stadtplanung

Höchstens 58 Meter

Am Areal beim Franz-Josefs-Bahnhof ist eine Überplattung mit terrassenförmigen Gebäuden geplant. - © apa/Zoomvp.at/Zoom visual Project GmvH Wien. 126 Meter hoch hätte gebaut werden dürfen - letztendlich hat man sich auf 58 Meter als höchsten Punkt beschränkt: In Wien wurde am Donnerstag... weiter




Bauen

"Wir bauen den größten Sondermüll der Baugeschichte"

Workers spreading mortar over styrofoam insulation and mesh with trowel - © fotolia/Dagmara_K Wien. Wenn Dietmar Steiner (67) auf einer europäischen Landkarte überall dort ein Fähnchen stecken würde, wo ein Bau steht... weiter





Athen

Gründen gegen die Wirtschaftskrise

Athen. 42 Jahre nach dem Ende der Militärdiktatur ist Athen wieder auf dem Boden gelandet. Schlechte Jobchancen, zusammengekürzte Sozialleistungen und... weiter




Teheran

Irans Nerds

Über den Dächern Teherans eifern junge Männer und Frauen ihrem Idol Steve Jobs nach. - © Solmaz Khorsand Teheran. Lang und breit könnte Nasser Ghanemzadeh über sein Leid klagen. Darüber, wie quälend das Leben in einer Islamischen Republik ist... weiter






Werbung