• vom 04.12.2018, 20:31 Uhr

Stadtpolitik


Wien

Kontrolle von Kindergärten laut Stadt-RH lückenhaft




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    Wien. Die Wiener Kindergärten haben zuletzt immer wieder für Debatten gesorgt. Nun hat der Stadtrechnungshof mit der MA 11 jene Behörde unter die Lupe genommen, die für die Betriebsbewilligungen und Kontrollen der Kindergärten zuständig ist. Das Ergebnis: Festgestellte Mängel in Kindergärten wurden nicht konsequent verfolgt, was vor allem auf die Art der Aktenführung zurückzuführen ist.

    Die MA 11 kontrolliert die Einrichtungen regelmäßig hinsichtlich des pädagogischen Konzepts, der Qualifikation des Personals oder Standards in Sachen Hygiene und Gesundheitsgefährdung. Bei festgestellten Mängeln bekommen die Betreiber eine mehrwöchige Frist, um Nachbesserungen vorzunehmen. Ansonsten drohen Strafen oder auch der Entzug der Bewilligung.


    Der Stadt-RH hat sich bei seiner Prüfung auf den Zeitraum 2015 bis 2017 konzentriert. Grundsätzlich wird im am Dienstag veröffentlichten Bericht festgehalten, dass das vorgeschriebene Kontrollintervall - mindestens einmal jährlich muss jede Einrichtung von der MA 11 aufgesucht werden - eingehalten wurde. Ob festgestellte Mängel von den Betreibern aber in weiterer Folge auch beseitigt wurden, kontrollierte die MA 11 hingegen nicht zufriedenstellend.

    Veraltete Aktenführung
    Basis für diese Schlussfolgerung sind Akten-Stichproben, die 199 behördliche Überprüfungen von Kindergärten und -gruppen umfasste, wobei 136 Mängel in den Einrichtungen festgestellt wurden. Bei rund einem Viertel der Stichproben habe sich aber weder ein Eintrag über eine nachträgliche Mängelbehebung durch den Betreiber gefunden noch eine Aufzeichnung darüber, ob bzw. dass ein Kontrollbesuch der MA 11 stattgefunden hätte.

    Laut dem Stadtrechnungshof liegt das am veralteten Aufzeichnungsmodus. Die Aktenführung in Papierform ermögliche keine systematische Übersicht über festgestellte Mängel, Behebungsfristen und Termine für Nachkontrollen, so der Bericht. Die MA 11 will nun Verbesserungen am EDV-Programm vornehmen. Auch an einem neuen modernen Datenverarbeitungssystem werde gearbeitet, hieß es.




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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
    Dokument erstellt am 2018-12-04 18:10:36


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