• vom 04.12.2018, 19:30 Uhr

Stadtpolitik


Verkehrspolitik

Debatte um Zukunft der Zweierlinie




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Von Daniel Bischof

  • In der Landesgerichtsstraße soll der Fahrradweg verbreitert werden.



Weniger Parkplätze, mehr Grün: So soll die Rotenturmstraße nach dem Umbau ausschauen.

Weniger Parkplätze, mehr Grün: So soll die Rotenturmstraße nach dem Umbau ausschauen.© MA19/Stadt Wien/Fürthner Weniger Parkplätze, mehr Grün: So soll die Rotenturmstraße nach dem Umbau ausschauen.© MA19/Stadt Wien/Fürthner

Wien. Der Bau der U5 und der Ausbau der U2 werden den Verkehr in der Innenstadt gehörig umkrempeln. Noch wird es einige Jahre brauchen, bis die Veränderungen schlagend werden. Schon jetzt aber entspinnt sich über die Zukunft einzelner Straßen eine politische Debatte.

In den Fokus gerückt ist durch einen Bericht der "Kronen Zeitung" die Landesgerichtsstraße - sie wird auch Zweierlinie genannt. Laut der Zeitung soll die Straße im Zuge des U2/U5-Baus zugunsten von Radfahrern verengt werden. Eine Fahrspur in Fahrtrichtung Süden soll zwischen der Universitätsstraße und der Josefsgasse gekappt, dafür der Radweg in der Landesgerichtsstraße verbreitet werden. In der Florianigasse sei ein breiterer Gehsteig geplant, dadurch soll die Gasse verkehrsberuhigt werden.


Als eine "ideologische Attacke gegen Autofahrer" bezeichnete das die Wiener ÖVP. Von einer "unfassbaren" Maßnahme und einer "neuerliche Autofahrer-Schikane" sprach die Wiener FPÖ. Sie befürchtet ein Verkehrschaos.

"Dass der Radweg bei der Landesgerichtsstraße in seiner Dimension nicht zeitgemäß ist und verändert werden muss: Das ist ein Fakt", heißt es aus dem Büro von Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) zur "Wiener Zeitung". Konkrete Planungen für die Straße wurden nicht genannt. Derzeit laufe noch die erste Planungsphase, eine Umsetzung werde erst im Zuge der U2/U5-Fertigstellung erfolgen. Und der Zeithorizont hierfür betrage rund acht Jahre, hieß es aus dem Büro.

Bei den Überlegungen werde man sich aber an den Wiener Stadtentwicklungsplan halten, der "eine massive Stärkung des umweltfreundlichen Verkehrs" und "starke Reduktion des innerstädtischen Autoverkehrs" vorsehe.

Brunnen in Rotenturmstraße
Die Planungen für den Umbau der Rotenturmstraße zur Begegnungszone sind hingegen schon weit fortgeschritten, wie aus dem Büro von Vassilakou zu erfahren war. Fix ist, dass drei Brunnen gebaut und rund 14 Bäume gesetzt werden. Das Radfahren wird bis zum Lichtensteg in beide Richtungen möglich sein.

Die Zahl der Parkplätze wird reduziert: 43 gibt es bisher, nach dem Umbau soll es nur mehr zehn Plätze in den Ladezonen geben. Sie können außerhalb der Lieferzeit von den Anrainern benutzt werden. Das Projekt soll noch bis Jahresende beschlossen werden, im Juni soll dann der Umbau starten.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-12-04 18:13:43
Letzte Änderung am 2018-12-04 18:43:40


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