• vom 06.12.2018, 16:58 Uhr

Stadtpolitik

Update: 06.12.2018, 21:54 Uhr

Christoph Wiederkehr

"Die FPÖ ist eine rassistische Partei"




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Von Christian Rösner

  • Interview mit Christoph Wiederkehr, der am Samstag von den Wiener Neos zum neuen Parteichef gewählt wird.

Christoph Wiederkehr erwartet nach den Wahlen 2020 eine rot-schwarze Koalition in Wien. - © Neos

Christoph Wiederkehr erwartet nach den Wahlen 2020 eine rot-schwarze Koalition in Wien. © Neos

Wien. Am Samstag wählen die Wiener Neos im Rahmen ihrer Landesmitgliederversammlung die Nachfolge von Noch-Landessprecherin Beate Meinl-Reisinger sowie das gesamte Landesteam. Dabei stellt sich Christoph Wiederkehr als einziger Kandidat der Wahl. Christoph Wiederkehr wurde nach dem Wechsel von Meinl-Reisinger in den Nationalrat bereits im September Klubvorsitzender im Rathaus. Nun übernimmt der einstige Vorsitzende der Neos-Jugendorganisation Junos in Wien auch die Parteispitze. Im Gespräch mit der "Wiener Zeitung" erklärt er seine Pläne für die Wiener Partei.

"Wiener Zeitung":Herr Wiederkehr, Sie werden am Samstag zum neuen Landessprecher der Neos gewählt. Was unterscheidet Sie von Beate Meinl-Reisinger?


Christoph Wiederkehr: Ich kandidiere am Samstag und muss natürlich noch von den Mitgliedern gewählt werden. Ich habe auf jeden Fall vor, prinzipiell die Linie von Beate Meinl-Reisinger im Bereich der Kontrolle der Stadtregierung fortzusetzen, weil mir das auch ein Herzensanliegen ist. Hier geht es vor allem um die Themen Steuergeldverschwendung und Postenschacher.

Aber was unterscheidet Sie von Meinl-Reisinger?

Ich möchte mein Herzensthema Bildungspolitik noch stärker in den Fokus rücken. Darüber hinaus habe ich bisher viel Aufdeckerarbeit geleistet - etwa auch im U-Ausschuss zum Krankenhaus Nord. Das ist mein Profil, mein Schwerpunkt.

Der Peter Pilz der Neos?

Detektiv der Neos würde besser passen. Denn Aufdecken war immer meine Leidenschaft - auch als Gemeinderat habe ich immer in diesem Bereich gearbeitet.

Nach dem Stand der Dinge wird 2020 gewählt. Was ist Ihr selbst erklärtes Wahlziel und welche Koalitionsmöglichkeiten könnten Sie sich vorstellen?

Uns ist klar, dass wir stärker werden wollen. Wir sehen auch in allen Umfragen, dass wir gut unterwegs sind. Und was auch ganz klar ist: Wir wollen keine Regierungsbeteiligung der FPÖ. Und es wird keine Koalitionsverhandlungen mit den Freiheitlichen geben. Denn wie ich die Freiheitlichen in Wien erlebe, handelt es sich um eine rassistische Partei, die keinerlei Schnittmengen mit den Neos hat. Ansonsten sind wir allen Gesprächen gegenüber offen.

Warum meinen Sie, ist die FPÖ eine rassistische Partei?

Wir sehen das ja an den fast täglichen sogenannten Einzelfällen - nehmen wir nur das berüchtigte Ali-Video (auf FPÖ-TV, Anm.).

Wie schätzen Sie generell die Lage angesichts der Wien-Wahl ein?

Wie es aussieht, wird die SPÖ wieder stärkste Partei und sich somit die Verhandlungspartner aussuchen können. Dem stehen wir natürlich auch offen gegenüber - aber nicht um jeden Preis.

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Dokument erstellt am 2018-12-06 17:10:43
Letzte Änderung am 2018-12-06 21:54:39


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