• vom 07.02.2019, 16:48 Uhr

Stadtpolitik


15. Bezirk

Türkische Jugendeinrichtung sorgt für Debatte




  • Artikel
  • Lesenswert (9)
  • Drucken
  • Leserbrief






    Wien. Eine Einrichtung der türkisch-nationalistischen Milli-Görüs-Bewegung sorgt in Wien derzeit für Debatten. Laut "Kronen Zeitung" hat der Verein ein Jugendzentrum im 15. Bezirk gegründet. Laut Kinder- und Jugendanwalt Ercan Nik Nafs hat die Bewegung "problematische Einstellungen". ÖVP und FPÖ sehen die Stadt in der Pflicht, diese wiederum ortet Säumigkeit beim Bund.

    Im "Krone"-Bericht ist von einem "Hauptquartier einer europaweiten Jugendvereinigung" die Rede, "um islamische Werte und die Bruderschaft zu verbreiten". Der Standort sei schon im Jänner am Sechshauser Gürtel eröffnet worden. Die Stadt Wien hat vor einigen Tagen, offenbar durch die "Krone"-Recherchen auf die Causa aufmerksam gemacht, Jugendanwalt Nafs eingeschaltet.


    Problematische Einstellungen
    Nafs ist Teil des "Wiener Netzwerk Deradikalisierung und Prävention". Er bestätigte die Existenz der Niederlassung. Milli Görus habe sehr problematische Einstellungen - etwa in Bezug auf Homophobie, Antisemitismus oder Nationalismus. "Ich habe noch in der Vorwoche das Landesamt und diese Woche das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung um genauere Informationen ersucht", bis jetzt gebe es von den Stellen aber noch keine Auskünfte, so Nafs. ÖVP und FPÖ sehen ein Versagen der Bundeshauptstadt. Im Rathaus wiederum nahm man den Bund, konkret das Innenministerium, in die Pflicht.




    Schlagwörter

    15. Bezirk

    Leserkommentare




    Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


    captcha Absenden

    * Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
    Dokument erstellt am 2019-02-07 16:53:03



    Rohstoffe

    Das Gold der Städte

    Elektroschrott landet in vielen Ländern immer noch auf Mülldeponien. - © apa/dpa/Julian Stratenschulte Wien. In unseren Schubladen liegt Gold. Aus den mehr als zehn Millionen Handys, die schätzungsweise in Österreich ungebraucht herumliegen... weiter




    Kulturticket-App

    Goethes Gretchen - eine App

    Die beiden Gründer Wolfgang Graf (r.) und Gerald Stockinger. - © Stanislav Jenis Wien. Die Unternehmensgründung von "Ticket Gretchen" erfolgte im klassischen Start-up-Sinn. Aus einem persönlichen Bedürfnis entstand eine Idee... weiter





    Werbung



    Beliebte Inhalte

    Meistgelesen
    1. Noch kein Assistent überzeugend
    2. "Unsere Unternehmen sind benachteiligt"
    3. "Man muss das Pferd anders aufzäumen"
    4. Wien und Bratislava wollen Insekten retten
    5. Brauner verlässt Parteivorstand
    Meistkommentiert
    1. Offenbar kein verpflichtender Abbiegeassistent
    2. "Milli Görüs ist extrem anti-integrativ"
    3. Mehr Sicherheit vor Schulen
    4. Neos fordern 13,8 Millionen Euro für sicherere Schulwege
    5. Rechnungshof kritisiert zu teure Poller

    Siemensgebäude

    Der Investor und das Kreta-Viertel

    In den tristen Betonbauten findet Zwischennutzung im großen Stil statt. - © Phillipp Hutter Wien. Am Rande von Kreta steht ein Zaun. Er soll nicht Flüchtlinge davon abhalten, Griechenland zu betreten. Er soll Wiener davon abhalten... weiter




    Zwischennutzung

    Die Hegemonie über die Zwischenwelt

    Ein Gelände, zwei Welten: Auf der einen Seite ein geförderter Zwischennutzungs-Hub bei der Karl-Farkas-Gasse in Neu Marx . . . Wien. Es gibt Entwürfe, die in der Schublade verschwinden. Andere, die realisiert werden. Und dann gibt es jene Entwürfe... weiter





    Stadtplanung

    Höchstens 58 Meter

    Am Areal beim Franz-Josefs-Bahnhof ist eine Überplattung mit terrassenförmigen Gebäuden geplant. - © apa/Zoomvp.at/Zoom visual Project GmvH Wien. 126 Meter hoch hätte gebaut werden dürfen - letztendlich hat man sich auf 58 Meter als höchsten Punkt beschränkt: In Wien wurde am Donnerstag... weiter




    Bauen

    "Wir bauen den größten Sondermüll der Baugeschichte"

    Workers spreading mortar over styrofoam insulation and mesh with trowel - © fotolia/Dagmara_K Wien. Wenn Dietmar Steiner (67) auf einer europäischen Landkarte überall dort ein Fähnchen stecken würde, wo ein Bau steht... weiter





    Athen

    Gründen gegen die Wirtschaftskrise

    Athen. 42 Jahre nach dem Ende der Militärdiktatur ist Athen wieder auf dem Boden gelandet. Schlechte Jobchancen, zusammengekürzte Sozialleistungen und... weiter




    Teheran

    Irans Nerds

    Über den Dächern Teherans eifern junge Männer und Frauen ihrem Idol Steve Jobs nach. - © Solmaz Khorsand Teheran. Lang und breit könnte Nasser Ghanemzadeh über sein Leid klagen. Darüber, wie quälend das Leben in einer Islamischen Republik ist... weiter






    Werbung