• vom 22.11.2011, 17:55 Uhr

Stadtpolitik

Update: 23.11.2011, 14:53 Uhr

Hütteldorf

Hanappi-Umbau fixiert




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  • Rapid bleibt in Hütteldorf, das Stadion wird einer Generalsanierung unterzogen
  • Stadt subventioniert Rapid mit insgesamt 26,4 Millionen Euro.

Das baufällige Hanappi-Stadion soll bis 2014 renoviert und erweitert werden. In der Umbauphase muss Rapid in den Prater ausweichen.

Das baufällige Hanappi-Stadion soll bis 2014 renoviert und erweitert werden. In der Umbauphase muss Rapid in den Prater ausweichen.© APA/HERBERT PFARRHOFER Das baufällige Hanappi-Stadion soll bis 2014 renoviert und erweitert werden. In der Umbauphase muss Rapid in den Prater ausweichen.© APA/HERBERT PFARRHOFER

Wien. Für den SK Rapid Wien sind am Dienstag langfristige Weichenstellungen erfolgt. Durch die Einigung der Wiener Stadtregierung auf 26,4 Millionen Euro Förderung für infrastrukturelle Maßnahmen bei Österreichs Fußball-Rekordmeister ist unter anderem klar, dass die Grün-Weißen ihre Heimspiele in den kommenden Jahrzehnten in einem generalsanierten Hanappi-Stadion austragen werden, ihr Trainingszentrum allerdings ins Happel-Stadion verlegen.


Ab 1. Juli 2012 spielt sich der tägliche Trainingsbetrieb für die Kampfmannschaft, die Amateure sowie für die U6- bis U13-Teams auf fünf Übungsplätzen des Happel-Stadions ab. Die Akademie erhält vier Plätze rund um die Arena im Westen Wiens und außerdem eine eigene Halle. Bisher mussten die Akademie-Kicker in der Südstadt trainieren, für die restlichen Teams gab es auf dem Areal rund ums Hanappi-Stadion wenig Platz für Übungsmöglichkeiten – abgesehen davon, dass der Arena selbst schon baufällig war.

Deshalb soll das Hanappi-Stadion ab Sommer 2013 rund ein Jahr lang saniert und ausgebaut werden. Rapid wird in dieser Zeit die Heimspiele im Happel-Stadion austragen und – so der aktuelle Plan – mit der Saison 2014/15 wieder an die alte Spielstätte zurückkehren. Über Details zum Umbau hüllte sich Präsident Rudolf Edlinger in Schweigen und verriet lediglich, dass die Arena modernisiert und ihre Kapazität auf mehr als 20.000 Zuschauer erweitert werden soll. "Für mich ist der heutige Tag ein sehr glücklicher Tag, weil die zweijährige Bemühung, die Infrastruktur in ihrer Gesamtheit zu verbessern, finalisiert wurde", erklärte Edlinger. Der ehemalige Finanzminister lotete nach eigenen Angaben mehrere Möglichkeiten aus, um auch den täglichen Trainingsbetrieb in Hütteldorf zu belassen. Es hätte sich aber kein geeignetes Grundstück gefunden, weshalb vor rund einem Jahr der Entschluss gefasst wurde, das Trainingszentrum vom Hanappi-Stadion "wegzusituieren", erzählte Edlinger.

Ein Stadionneubau auf dem Platz des Hanappi-Stadions sei wegen der zu erwartenden fehlenden Baubewilligung ebenso kein Thema gewesen wie der Bau eines neuen Stadions an einem anderen Ort. "Es hat für mich nie einen Zweifel gegeben, dass Rapid nach Hütteldorf gehört. Rapid und das Hanappi-Stadion sind eine Einheit. Das Stadion soll größer und schöner werden, aber Sankt Hanappi bleiben", meinte Edlinger.

Dazu muss aber auch Rapid einen finanziellen Beitrag leisten. Zur Höhe dieser Summe machte Edlinger keine Angaben, betonte aber, dass man deswegen im Kampfmannschaftsbereich den Gürtel nicht enger schnallen müsse. Immerhin kann Rapid laut dem 71-Jährigen künftig höhere Einnahmen lukrieren, weil der Rekordmeister ab 1. Juli 2012 bis 2039 als Pächter des Hanappi-Stadions auftritt. "Wir sind Herr in unserem Haus, was aus kommerzieller Sicht ein Vorteil ist." Rapid bezahle eine "äußerst günstige" Pachtgebühr. "Die ist genauso hoch wie bei der Austria." Diese wurde und wird bei den infrakstrukturellen Maßnahmen auch in gleicher Höhe von der Stadt subventioniert.




Schlagwörter

Hütteldorf, Hanappi-Stadion

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2011-11-22 18:02:18
Letzte Änderung am 2011-11-23 14:53:38


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