• vom 11.12.2012, 07:48 Uhr

Stadtpolitik

Update: 11.12.2012, 16:42 Uhr

Wien

Olympische Sommerspiele in Wien?




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  • Mögliche Frage bei Volksbefragung
  • Darabos steht Olympia-Bewerbung "positiv" gegenüber.

Wien. Bei der im kommenden Jahr geplanten Wiener Volksbefragung könnte auch abgefragt werden, ob sich die Bundeshauptstadt um Olympische Sommerspiele bewerben soll. Das soll die rot-grüne Stadtregierung laut Berichten in den Tageszeitungen "Heute" und "Österreich" vom Dienstag beschlossen haben. Offizielle Bestätigung gab es vorerst keine - inoffiziell hieß es aber im Rathaus gegenüber der APA, dass eine derartige Frage sehr wohl angedacht sei.

Für Wien wäre die Austragung der Olympischen Spiele eine Premiere. Den Medienberichten zufolge geht es um mögliche Bewerbungen um die Sommerspiele 2024 oder 2028.


Als große Hürde einer möglichen Bewerbung Wiens für Olympische Sommerspiele gilt die aktuell unbefriedigende Situation der Sportstätten in der Hauptstadt. Selbst etablierte Veranstaltungsorte wie Happel- oder Dusika-Stadion bzw. die Wiener Stadthalle müssten umgebaut oder adaptiert, weitere Hallen und Stadien überhaupt erst errichtet werden. Sowohl Sportminister Norbert Darabos als auch das Österreichische Olympische Komitee (ÖOC) erhoffen sich von einer möglichen Bewerbung denn auch gerade in dieser Hinsicht große Impulse.

Darabos steht Olympia-Bewerbung "positiv" gegenüber
Darabos begrüßte es, "wenn Wien vor der Bewerbung die Bevölkerung einbindet und befragt. Ich stehe grundsätzlich einer Bewerbung positiv gegenüber, weil es für den Sport infrastrukturell wichtige Impulse bringen könnte. Das ÖOC ist neu aufgestellt, wenn es den Willen und das Bestreben gibt, ist es auch möglich."

Auch das ÖOC rechnet mit positiven Struktureffekten. "London 2012 war ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie viel Sommerspiele bewegen können", meinte Generalsekretär Peter Mennel. "Die erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen haben einen langfristigen Effekt auf die Entwicklung des Breiten- und insbesondere des Spitzensports aufgrund verbesserter Trainingsmöglichkeiten. Nicht umsonst üben in England jetzt 750.000 Personen mehr Sport aus als noch vor einem Jahr."

ÖOC-Präsident Karl Stoss wiederum forderte, die Bewerbung auf die Umsetzungsmöglichkeiten hin abzuklopfen. "Grundsätzlich unterstützen wir jede Art der olympischen Initiative, sofern sie realistische Erfolgschancen verspricht und die finanziellen Mittel für die Bewerbung, die notwendigen Infrastrukturmaßnahmen und die Durchführung gesichert sind", meinte Stoss.

Sportstätten-Problem
In der Frage neuer Sportstätten übte man in Wien bisher jedenfalls eher Zurückhaltung. Das in seiner Substanz bereits greise Happel-Stadion erhielt für die EM 2008 lediglich eine Frischzellenkur, auch die Stadthalle ist in ihrer derzeitigen Form für Olympische Spiele wohl nicht geeignet. Gleiches gilt für das Ferry-Dusika-Stadion mit seiner Radbahn.

In den vergangenen Jahren immer wieder verworfen wurde die Idee einer Errichtung einer Multifunktionshalle mit einer Zuschauerkapazität von 15.000 Zuschauern aufwärts. Zwar ist das 2011 eröffnete Multiversum in Schwechat für verschiedene Sportarten geeignet, weist aber eine vergleichsweise bescheidene Kapazität (ca. 2.800) auf. Dafür fand im zuletzt ausgebauten Eissportzentrum in Kagran erstmals ein Handballspiel statt - die Kapazität betrug damals 6.300 Plätze.




Schlagwörter

Wien, Volksbefragung

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Dokumenten Information
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Dokument erstellt am 2012-12-11 07:53:48
Letzte Änderung am 2012-12-11 16:42:08


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