• vom 12.03.2013, 17:49 Uhr

Stadtpolitik

Update: 12.03.2013, 18:27 Uhr

Bürgerbeteiligung

Klares "Nein" zu Olympia-Bewerbung




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  • Häupl: "Schade, aber ist so"
  • Parkpickerl bleibt in Bezirkshand.

Wien. Der Traum von Olympia in Wien ist ausgeträumt: Die Wiener haben sich bei der Volksbefragung mit klarer Mehrheit gegen eine Bewerbung der Stadt um die Austragung der Olympischen Spiele 2028 ausgesprochen.

71,94 Prozent (212.672 Stimmen) votierten dagegen, lediglich 28,06 Prozent (82.940 Stimmen) konnten sich für das Großspektakel erwärmen. Das geht aus dem vorläufigen Endergebnis des Plebiszits hervor, das Bürgermeister Michael Häupl und die für Wahlen zuständige Stadträtin Sandra Frauenberger am Dienstag präsentiert haben.


Häupl hat kein Hehl aus seiner Enttäuschung über die Olympia-Absage gemacht. "Schade, aber ist so", kommentierte er das deutliche Nein der Bürger. Er glaube nach wie vor, dass eine Bewerbung eine Chance für die Entwicklung der Stadt bedeutet hätte, "aber die Wiener haben eine andere Meinung". Dies sei zur Kenntnis zu nehmen.

"Für mich ist die Frage Olympia-Bewerbung Wiens, somit meine ich wohl die Sommer-Olympiade und die Winter-Olympiade erledigt", unterstrich er dabei. Enttäuscht über das "Nein" sei er "gar nicht", aber: "Ich finde es persönlich schade."

Ausbau der Sport-Infrastruktur angekündigt
Das Stadtoberhaupt kündigte allerdings an, die städtische Infrastruktur für den Breitensport ausbauen zu wollen. Er werde demnächst den zuständigen Stadtrat Christian Oxonitsch beauftragen, gemeinsam mit den Fachverbänden eine Bedarfserhebung durchführen zu lassen. Zudem ließ Häupl aufhorchen, dass neben den bereits bekannten Plänen für ein neues Schwimmsportzentrum die Bundeshauptstadt auch um ein Leichtathletikzentrum bereichert werden soll.

Konkrete Details dazu gab er noch keine bekannt: "Ich bitte um Dispens, lassen's uns ein bisserl Zeit", meinte er in der Pressekonferenz auf eine diesbezügliche Frage. Die entsprechenden Entscheidungen sollen noch heuer gefällt werden, kündigte er aber an.

Stadt würde Olympia-Bewerbung nicht unterstützen
Nach jetzigem Stand haben sich 72 Prozent der Befragungsteilnehmer gegen eine Olympia-Bewerbung ausgesprochen. Man werde deshalb das Österreichische Olympische Komitee (ÖOC) darüber in Kenntnis setzen, dass sich Wien außerstande sehe, eine allfällige Bewerbung zu unterstützen. Denn formell hätte sich das ÖOC und nicht die Stadt selbst um die Spiele bemühen müssen.

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Dokument erstellt am 2013-03-12 11:40:38
Letzte Änderung am 2013-03-12 18:27:27


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