• vom 29.01.2015, 18:28 Uhr

Stadtpolitik

Update: 30.01.2015, 11:44 Uhr

Akademikerball

NOWKR beharrt auf Demo-Recht




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Von Ina Weber

  • Nach Verbot durch die Polizei will das Bündnis mit rund 7000 Anhängern den Akademikerball weiterhin "unmöglich machen".



Wien. Es könnte heiß zugehen am Abend, an dem die Rechten ihren Ball der Bälle abhalten und die Linken dagegen demonstrieren. Und das obwohl - oder gar weil - einigen von ihnen der Protest untersagt wurde. Nachdem das NOWKR-Bündnis zwei Demos angemeldet hatte, wurden diese von der Polizei untersagt. Nun planen Anhänger des Bündnisses doch nicht, wie ursprünglich behauptet, sich unter die anderen Demonstrationen zu mischen. "Wenn sich unsere Anhänger unter die anderen Veranstalter mischen, wird es für die Polizei sehr unübersichtlich", hieß es gestern, Donnerstag, aus dem NOWKR-Büro zur "Wiener Zeitung".

NOWKR: "Wir rufen nicht auf"
"Wir rufen zu keiner Veranstaltung auf, wir wollen aber den WKR-Ball weiterhin unmöglich machen", ließ ein Pressesprecher ausrichten. "Es ist sinnvoll, um 18.30 Uhr in der Gegend rund um das Burgtor als Antifaschist aktiv zu werden", so das Bündnis. Genau dort erwartet nämlich die Gruppierung die Anreise der Ballgäste. "Das ist der einzige Weg, der von der Polizei freigehalten wurde", so der Sprecher.


Zu NOWKR hieß es noch Tags zuvor seitens der Polizei, dass es nicht auszuschließen sei, dass das Bündnis tatsächlich die Demo ohne Gewalt abhalten werde. NOWKR vermeldete darauf hin, dass man nie mit Gewalt gedroht hätte. Das seien vorgeschobene Gründe der Polizei. "Mit dem Verbot fällt ein zentraler Anlaufpunkt und Ausdruck des Antifaschismus weg", hieß es seitens des Bündnisses. Die Polizei blieb bei ihrem Verbot. Die Organisation hat dagegen Beschwerde eingereicht. Doch die Zeit drängt und NOWKR glaubt nicht mehr daran, dass die Polizei noch vor dem Akademikerball am Freitag Abend einlenken wird.

Die komplette Liste der Veranstalter, die am Freitag ihre Demonstrationen abhalten werden, wollte die Landespolizeidirektion Wien nicht verraten, hieß es gegenüber der "Wiener Zeitung". Angemeldet seien 20 Kundgebungen. Sechs Demonstrationen (vier von der FPÖ, zwei von NOWKR) wurden untersagt. Dem Vernehmen nach soll auch die FPÖ weitere Kundgebungen abhalten.

Nachdem die zwei großen Demos von NOWKR verboten wurden, bleiben drei große Gruppen. Die "Offensive gegen Rechts" wird um 17 Uhr bei der Universität Wien starten. Etwa um 18.30 Uhr wollen sie den Stephansplatz für die Abschlusskundgebung erreichen. Anschließend werden die drei Blockadepunkte auf der Freyung, am Kohlmarkt Ecke Graben und in der Löwelstraße angesteuert. Erwartet werden von der Offensive 5000 bis 6000 Demonstranten. "Wir haben natürlich einen Ordnerdienst", sagt David Lang, Sprecher der Offensive. Die Demonstration werde einheitlich gestaltet. Die Ordner seien eine kleine Gruppe aus den eigenen Reihen, die Demo-Erfahrung haben und sich einsetzen.

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2015-01-29 18:33:05
Letzte ─nderung am 2015-01-30 11:44:08



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