• vom 26.06.2015, 21:00 Uhr

Stadtpolitik

Update: 06.07.2015, 10:59 Uhr

Heumarkt

Bezirksgrüne gegen Heumarkt-Turm




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Von Bernd Vasari

  • Grüne Landstraße fordern Volksbefragung über geplantes Hochhaus.

Ein Ärgernis für viele Anrainer: Der geplante Turm neben dem Eislaufvereingelände am Heumarkt.

Ein Ärgernis für viele Anrainer: Der geplante Turm neben dem Eislaufvereingelände am Heumarkt.© Wertinvest Ein Ärgernis für viele Anrainer: Der geplante Turm neben dem Eislaufvereingelände am Heumarkt.© Wertinvest

Wien. Die Neugestaltung des Areals Eislaufverein, Hotel Intercontinental im 3. Bezirk sorgt schon seit längerem für Aufregung bei den Anrainern. Der Hauptkritikpunkt richtet sich dabei gegen den geplanten 73 Meter hohen Turm, in dem Luxuswohnungen entstehen sollen. Auch wenn die vorgesehene Baufläche dafür von der Stadt noch nicht gewidmet wurde, so stellte Investor Michael Tojner bereits klar, dass der Turm ein Teil des Gesamtprojekts sei. Für einen Kompromiss sei er in dieser Sache nicht zu haben. Ohne Turm würde das gesamte Projekt scheitern und der Heumarkt in seiner derzeitigen Form bestehen bleiben.

Für die Grünen Landstraße ist dieser Standpunkt inakzeptabel. Man werde dem Projekt in dieser Form nicht zustimmen, betont die stellvertretende Bezirksvorsteherin Eva Lachkovics. "Wien braucht leistbare Wohnungen und keine Luxus-Wohnungen für ausländische Milliardäre, wo dann die meisten sowieso leer stehen werden", sagt sie. Vielmehr kann sich Lachkovics eine Volksbefragung vorstellen, bei der die Anrainer darüber abstimmen, ob der Turm in der vorliegenden Form gebaut werden soll.


"Bevölkerung nicht in Planung berücksichtigt"
Den Widerstand in der Bevölkerung müsse man ernst nehmen. Vor allem als Grüne Partei, sagt die Bezirkspolitikerin. "Ich möchte nicht über die Bevölkerung so einfach drüberfahren." Die oftmals angekündigte Einbeziehung von Bürgern sei bis jetzt enttäuschend gewesen. "Es hat zwar Informationen an die Bevölkerung gegeben. Die Kritik von der Bevölkerung wurde aber in der Planung nicht berücksichtigt", sagt Lachkovics. "Es ist leider so, dass der Masterplan Partizipation für dieses Projekt zu spät gekommen ist."

Im Büro von Planungsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) will man auf Nachfrage keine Meinung zu dem Bau des geplanten Hochhauses abgeben. Es seien noch etliche Fragen zu klären, so ein Sprecher. "Wir haben ein Projekt, bei dem es einen Antrag auf eine Widmung gibt. Dieses wird nach den Maßstäben, die die Stadt Wien vorsieht, geprüft", heißt es. Das Widmungsverfahren sei noch nicht abgeschlossen, man könne daher noch nicht sagen, ob der 73 Meter hohe Turm tatsächlich gebaut wird. "Mehr können wir dazu nicht sagen."




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Dokument erstellt am 2015-06-26 17:35:06
Letzte Änderung am 2015-07-06 10:59:37


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