• vom 25.02.2016, 17:29 Uhr

Stadtpolitik


Krankenanstaltenverbund

Nächste Bauphase für KH Nord




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  • Die Projektsteuerung wurde ausgetauscht - neue Verantwortliche für Übersiedelungsvorbereitung.

Die Einganghalle des neuen Krankenhaus Nord - die sogenannte Piazza - ist in der letzten Fertigstellungsphase. - © PID/David Bohmann

Die Einganghalle des neuen Krankenhaus Nord - die sogenannte Piazza - ist in der letzten Fertigstellungsphase. © PID/David Bohmann

Wien. (iw/apa) Die Semmelweis-Klinik, das Orthopädische Krankenhaus Gersthof, das Floridsdorfer Krankenhaus - drei komplette Spitäler und diverse andere Abteilungen von Spitälern müssen ins neue Krankenhaus Nord umgesiedelt werden, das im Jahr 2018 eröffnet werden soll.

Der Krankenanstaltenverbund (KAV) hat sich nun entschlossen, die Projektleitung auszutauschen. Statt der bisherigen Arge Projektsteuerung wird ab April das Büro Moser Architects die Projektsteuerung übernehmen. Es wird damit die nächste Bauphase für das KH Nord einleiten: die Vorbereitung für die Übersiedelung und die Installation der Bauteile im neuen Spital. Dafür brauche es die beste Projektleitung, sagt eine Sprecherin des KAV zur "Wiener Zeitung".


An die 900 Arbeiter sind derzeit am Krankenhaus Nord-Gelände dabei, die rund 8000 Räume zu errichten. Im Inneren des Spitals sind die Zwischenwände aufgezogen, die Aufzüge und Rolltreppen in Betrieb genommen, es wird eifrig am Innenausbau gearbeitet. Die Möbel sind zum überwiegenden Teil ausgewählt, erste Räume sind kurz vor der Fertigstellung.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei der Installation der Haustechnik, das heißt Heizung, Klimaanlage, Lüftung und Sanitär. Auch der Krankenhaus-Vorplatz, die so genannte Piazza, ist in der letzten Fertigstellungsphase, im Freibereich wurde bereits mit den ersten Bepflanzungen begonnen.

Opposition glaubt nicht an Eröffnung im Jahr 2018
Im vergangenen Jahr versuchte der KAV, das Krankenhaus Nord-Projekt nach Fehlplanungen eines Statikunternehmens sowie dem Konkurs einer Fassadenfirma in ruhige Bahnen zu lenken. Ein im Frühjahr eingeleiteter Clearingprozess habe zu einem mit allen Beteiligten akkordierten Terminplan geführt, heißt es. "Während der Bau selbst in soliden Bahnen verläuft, steht bereits die nächste Phase der Betriebsvorbereitung, Inbetriebnahme und Übersiedlung an. Für diese nächste Phase sind die international tätigen und renommierten Moser Architects genau die richtigen Partner in Sachen Projektsteuerung", erklärt KAV-Generaldirektor-Stellvertreter Thomas Balázs den Schritt. Die Arbeit mit der bisherigen Arge Projektsteuerung wurde beendet. Es erfolge eine geordnete Übergabe der Agenden, versicherte der KAV. Der Baufortschritt gehe weiter wie geplant. Nicht zuletzt deshalb, weil Moser Architects bereits seit Mitte 2014 als Verstärkung der Bauherrenfunktion mit an Bord ist.

Die Architekten legten ihren Schwerpunkt in Gesundheitsmedizin. Aktuelle Projekte in Österreich sind beispielsweise die Generalplanung in Arbeitsgemeinschaft für die Projekte Landeskrankenhaus Thermenregion Baden mit 443 Betten und das Landeskrankenhaus Thermenregion Mödling mit 376 Betten. Zu den internationalen Projekten zählen das im Bau befindliche Krankenhaus Barakat in Teheran (Iran) mit 630 Betten und die Generalplanung des allgemeinen Krankenhauses QOM (Iran) mit 1000 Betten.

FPÖ und ÖVP schäumen. "Dass solche Änderungen natürlich selten - und in Wien genau nie - mit höheren Kosten verbunden sind, ist amtlich", meinte FPÖ-Stadtrat David Lasar ironisch. Es wäre für die FPÖ "dringend erforderlich", dass sich die Zuständigen der Stadt zu einer Erklärung durchringen könnten. "Die Kostenspirale wird sich weiter drehen Richtung 1,5 Milliarden Euro und auch die Eröffnung im Jahr 2018 kann sich die Stadtregierung vermutlich abschminken. Daran ändert auch die neue Firma nichts, die nun die Projektsteuerung übernehmen soll", erklärt die Gesundheitssprecherin der ÖVP Wien Ingrid Korosec.




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Dokument erstellt am 2016-02-25 17:32:10


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