• vom 11.08.2016, 17:17 Uhr

Stadtpolitik


Hubschrauberlandeplatz

Notlandung auf 450 Tonnen Stahl




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  • Mit dem Wilhelminenspital wurde ein weiterer Hubschrauberlandeplatz modernisiert.

In 25 Metern Höhe befindet sich die Plattform des neuen Hubschrauberlandeplatzes im Wilhelminenspital.

In 25 Metern Höhe befindet sich die Plattform des neuen Hubschrauberlandeplatzes im Wilhelminenspital.© KAV In 25 Metern Höhe befindet sich die Plattform des neuen Hubschrauberlandeplatzes im Wilhelminenspital.© KAV

Wien. (iw) Nach der Rudolfstiftung wurde am Donnerstag ein zweiter Hubschrauberlandeplatz in einem Spital des Krankenanstaltenverbundes (KAV) eröffnet. Acht Monate lang wurde im Wilhelminenspital in Ottakring gewerkt. Jetzt ist der neue Landeplatz für Notfall-Patienten fertig. 25 Meter hoch ragt das Stahlgerüst mitten im grünen Gelände in die Höhe. Die Plattform ist 27 mal 27 Meter lang. Der gesamte Bau kostete 4,3 Millionen Euro und er wiegt 450 Tonnen.

Die Piloten, die soeben mit dem Hubschrauber gelandet sind, freuen sich. Aufgrund der Fallwinde sei es nicht leicht hier zu landen, sagen sie. Mit dem neuen auf dem modernsten Stand der Technik gebrachten Landeplatz gehe es nun sehr viel besser. Im Winter wird die Plattform beheizt. Dafür wurden 4800 Meter Heizungskabel verlegt. "Der winterfeste Landeplatz entspricht den neuesten behördlichen Vorgaben und bietet für die Piloten bessere Anflugbedingungen und dadurch mehr Sicherheit", sagt Michael Weigelhofer, der Verwaltungsdirektor im Wilhelminenspital.


Über eine Brücke geht es
direkt zur Unfallchirurgie

Ab sofort gibt es laut KAV-Generaldirektor Udo Janßen eine direkte Anbindung vom Hubschrauber in den Schockraum, die Unfallchirurgie sowie in die Gefäßchirurgie. Bisher mussten die Patienten vom Landeplatz mit dem hauseigenen Transport zum jeweiligen Behandlungsort gebracht werden. Mit dem neuen Standort gelangt man nun über eine 35 Meter lange Brücke direkt in die Bereiche, in denen notfallmedizinische Versorgung stattfindet, also Schockraum, Unfall- und Gefäßchirurgie mit schwer verunfallten Menschen. Hier gehe es um jede Minute und so sei es enorm hilfreich, dass künftig keine zusätzlichen Transportzeiten anfallen.

Mitte September wird der KAV seinen dritten Hubschrauberplatz im Donauspital eröffnen. Danach folgen das Krankenhaus Hietzing und Krankenhaus Nord. Allein im Kaiser-Franz-Josef-Spital wird es keinen Landeplatz geben.

Neben den KAV-Spitälern gibt es Hubschrauberlandeplätze im AKH, im Hanusch-Krankenhaus sowie in den beiden Unfallkrankenhäusern in Meidling und Lorenz Böhler.




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Dokument erstellt am 2016-08-11 17:20:05


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