• vom 06.12.2016, 08:00 Uhr

Stadtpolitik

Update: 17.01.2018, 09:36 Uhr

Siemensgebäude

Der Investor und das Kreta-Viertel




  • Artikel
  • Kommentare (2)
  • Lesenswert (27)
  • Drucken
  • Leserbrief





Vom Schandfleck zur Perle

Damit ist das Viertel - nach der Fertigstellung des Parks - nicht mehr von den Gleiskörpern der Ostbahn begrenzt, sondern öffnet sich über die Gudrunstraße hin zur Innenstadt. Die Insel dockt ans Festland an. Plötzlich liegt sie in der Mitte einer grünen Achse vom Hauptbahnhof bis zum Naherholungsgebiet Laaer Berg.

Eine Konstellation, die das ehemalige Siemens-Areal zweifellos aufwertet. Der unwirtliche Schandfleck am Ende eines ohnehin verrufenen Viertels könnte sich als Perle erweisen. Anstelle der schmucklosen Bürobauten sind Luxusapartments vorstellbar. Denn natürlich ist Zwischennutzung temporär. Was der Investor schlussendlich mit den Gründen vorhat, weiß niemand.

In den Zaun am Rande der Kreta wurde ein Loch geschlagen. Im Juni wurde das Tor feierlich geöffnet. Die Grünflächen zwischen den Bauten sind seither als Park für alle nutzbar. Großzügiger Akt eines sozialen Gönners? Oder doch nur gezielte Strategie zur Wertsteigerung einer Immobilie? Wahrscheinlich beides. Sozial zu sein, bringt neuerdings Geld.


zurück zu Seite 1




2 Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2016-12-05 17:20:06
Letzte Änderung am 2018-01-17 09:36:43


Rohstoffe

Das Gold der Städte

Elektroschrott landet in vielen Ländern immer noch auf Mülldeponien. - © apa/dpa/Julian Stratenschulte Wien. In unseren Schubladen liegt Gold. Aus den mehr als zehn Millionen Handys, die schätzungsweise in Österreich ungebraucht herumliegen... weiter




Kulturticket-App

Goethes Gretchen - eine App

Die beiden Gründer Wolfgang Graf (r.) und Gerald Stockinger. - © Stanislav Jenis Wien. Die Unternehmensgründung von "Ticket Gretchen" erfolgte im klassischen Start-up-Sinn. Aus einem persönlichen Bedürfnis entstand eine Idee... weiter





Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Unternehmer wollen Seidenstraße
  2. Rückgang bei Lagezuschlägen erwartet
  3. Krawuzikapuzi: Andre Heller rettet Kasperl und Pezi
  4. Zocken gegen Demenz
  5. DariaDaria: "Baby-Steps reichen nicht"
Meistkommentiert
  1. Das grüne Gespenst
  2. Ein Buch als Zündstoff für eine Politik-Debatte
  3. "Muss schlichten statt unterrichten"
  4. "Das war ein Amoklauf"
  5. Chorherr geht mit Jahresende

Siemensgebäude

Der Investor und das Kreta-Viertel

In den tristen Betonbauten findet Zwischennutzung im großen Stil statt. - © Phillipp Hutter Wien. Am Rande von Kreta steht ein Zaun. Er soll nicht Flüchtlinge davon abhalten, Griechenland zu betreten. Er soll Wiener davon abhalten... weiter




Zwischennutzung

Die Hegemonie über die Zwischenwelt

Ein Gelände, zwei Welten: Auf der einen Seite ein geförderter Zwischennutzungs-Hub bei der Karl-Farkas-Gasse in Neu Marx . . . Wien. Es gibt Entwürfe, die in der Schublade verschwinden. Andere, die realisiert werden. Und dann gibt es jene Entwürfe... weiter





Stadtplanung

Höchstens 58 Meter

Am Areal beim Franz-Josefs-Bahnhof ist eine Überplattung mit terrassenförmigen Gebäuden geplant. - © apa/Zoomvp.at/Zoom visual Project GmvH Wien. 126 Meter hoch hätte gebaut werden dürfen - letztendlich hat man sich auf 58 Meter als höchsten Punkt beschränkt: In Wien wurde am Donnerstag... weiter




Bauen

"Wir bauen den größten Sondermüll der Baugeschichte"

Workers spreading mortar over styrofoam insulation and mesh with trowel - © fotolia/Dagmara_K Wien. Wenn Dietmar Steiner (67) auf einer europäischen Landkarte überall dort ein Fähnchen stecken würde, wo ein Bau steht... weiter





Athen

Gründen gegen die Wirtschaftskrise

Athen. 42 Jahre nach dem Ende der Militärdiktatur ist Athen wieder auf dem Boden gelandet. Schlechte Jobchancen, zusammengekürzte Sozialleistungen und... weiter




Teheran

Irans Nerds

Über den Dächern Teherans eifern junge Männer und Frauen ihrem Idol Steve Jobs nach. - © Solmaz Khorsand Teheran. Lang und breit könnte Nasser Ghanemzadeh über sein Leid klagen. Darüber, wie quälend das Leben in einer Islamischen Republik ist... weiter






Werbung