• vom 20.03.2017, 22:50 Uhr

Stadtpolitik

Update: 20.03.2017, 22:50 Uhr

Flächenwidmung

600 Stellungnahmen zu Heumarkt




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  • Äußerungen zum Widmungsverfahren waren bis 16. März möglich.

Wien. Im derzeit laufenden Flächenwidmungsverfahren für das Großprojekt Heumarkt sind im Rathaus rund 600 Stellungnahmen eingelangt. Das hat ein Sprecher von Planungsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) am Montag berichtet. Es handle sich dabei um eine vergleichsweise große Zahl an Äußerungen, hieß es.

Die Stellungnahmen werden nun laufend bearbeitet. Wie hoch der Anteil der ablehnenden Beurteilungen ist, ist darum noch nicht bekannt. Bemerkungen zum Widmungsverfahren konnten bis zum 16. März abgeschickt werden. Der nächste Schritt ist die Beschäftigung des zuständigen Gemeinderatsausschusses. Danach wird sich das Plenum mit dem Flächenwidmungs- und Bebauungsplan beschäftigen.


Einen konkreten Zeitplan dafür gibt es noch nicht, auch wenn die Projektbetreiber hoffen, dass dies noch vor dem Sommer erledigt wird. Parallel zu dem Verfahren läuft derzeit eine heftige Debatte um die drohende Aufnahme der City in die Rote Liste der bedrohten Kulturdenkmäler.

Aberkennung in Dresden
Stein des Anstoßes ist - wie regelmäßig berichtet - der Bau eines Hochhauses neben dem Hotel Intercontinental. Am Areal, das auch den Wiener Eislaufverein umfasst, soll ein Turm 66 Meter in die Höhe wachsen: Die Unesco warnt vor dem Verlust des Welterbeprädikates, falls die Pläne wie angekündigt realisiert werden. Denn die verträgliche Bauhöhe wurde mit 43 Metern festgelegt.

Dass die Unesco dem Elbtal bei Dresden 2009 den Status als Weltkulturerbe aberkannt hat, hatte im Übrigen nach offiziellen Angaben keine Auswirkungen. Weder Wirtschaft noch Tourismus hätten darunter gelitten, heißt es.

Die Details: Vor acht Jahren war dem Dresdener Elbtal aufgrund des Baus der Waldschlösschen-Brücke der renommierte Welterbe-Titel durch die Unesco aberkannt worden. Seitens der Stadt Dresden wird dieser Schritt als "bedauerlich" bezeichnet. "Glücklicherweise konnten wir jedoch keine direkten Auswirkungen auf den Tourismus in der Landeshauptstadt erkennen", sagt Bettina Bunge, Geschäftsführerin von Dresden Marketing.

Im Gegenteil: "Vielmehr haben sich unsere Gästezahlen auch nach 2009 weiter kontinuierlich positiv entwickelt. Zwischen 2009 und 2014 konnten wir eine Steigerung der Gästeankünfte von knapp 40 Prozent verzeichnen", heißt es.




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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2017-03-20 17:54:06
Letzte ─nderung am 2017-03-20 22:50:08



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