• vom 23.02.2018, 10:44 Uhr

Stadtpolitik

Update: 23.02.2018, 10:49 Uhr

Wien-Museum

Mailath-Pokorny verspricht "plangemäße" Umsetzung




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Von WZ Online, APA

  • Der Ressortchef erklärte im Gemeinderat, dass eine ausführliche Planungsphase notwendig sei.

Mehr als zwei Jahre ist es her, dass im November 2015 das Siegerprojekt des Architekturwettbewerbs "Wien Museum neu" präsentiert wurde - mit Stadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ), Jury-Vorsitzendem Emanuel Christ, Wien Museum-Direktor Matti Bunzl und Landtagsabgeordnetem Christoph Chorherr (Grüne). - © APAweb/Herbert Neubauer

Mehr als zwei Jahre ist es her, dass im November 2015 das Siegerprojekt des Architekturwettbewerbs "Wien Museum neu" präsentiert wurde - mit Stadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ), Jury-Vorsitzendem Emanuel Christ, Wien Museum-Direktor Matti Bunzl und Landtagsabgeordnetem Christoph Chorherr (Grüne). © APAweb/Herbert Neubauer

Wien. "Das Projekt Wien Museum wird plangemäß umgesetzt." - Das hat der Wiener Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) am Freitag im Wiener Gemeinderat versichert. Das Bauvorhaben befinde sich derzeit in der Einreichplanung, auf deren Basis die Finanzierung entschieden werden könne, sagt er. Wann das Haus am Karlsplatz umgestaltet wird, ist aber weiterhin nicht fix.

In der öffentlichen Wahrnehmung befindet sich das Projekt derzeit in der Warteschleife. Denn das Siegerprojekt für das Wien Museum Neu - es stammt vom Architektenteam Winkler+Ruck (Klagenfurt) und Ferdinand Certov (Graz) - wurde bereits 2015 präsentiert. Es sieht eine Aufstockung des Bauwerks vor. Bis dato ist aber unklar, wie das Vorhaben finanziert wird und wann die Arbeiten inklusive vorübergehender Schließung des Museums starten.

Wie der Kulturstadtrat in der Beantwortung einer von der ÖVP eingebrachten Anfrage betonte, gibt es zwei Möglichkeiten, die Mittel aufzubringen. Denkbar ist etwa ein Private-Public-Partnership-Modell oder eine klassische Finanzierung aus dem Stadtbudget. "Beide tragen naturgemäß Chancen und Risiken in sich", sagte Mailath-Pokorny. Die Annahme, dass das eine besser oder schlechter sei, stimme nicht, sagte er.

"Es ist ein komplexes Verfahren", beteuerte der Stadtrat. Der Umsetzung gehe ein detaillierter Zeitplan voraus: "Das ist ja auch höchst notwendig." Dies zeuge von einem verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeldern. Man sehe auch bei anderen Kulturbauten in Europa, dass man sich für die Planungsphase Zeit lassen müsse.

Man sei derzeit keinesfalls untätig: "Während die Finanzexperten die Finanzierungsmodelle prüfen, wird nach wie vor an den zahlreichen Zahnrädern gedreht, die ein solches Projekt braucht. Die Architekten würden ihre Planungsarbeiten fortsetzen, auch das Bundesdenkmalamt sei dabei laufend eingebunden. Das neue Vermittlungskonzept, das bereits während der Schließzeit anlaufen werde, sei zudem bereits erarbeitet worden.

"Das Wien-Museum Neu ist ein richtungsweisender Kulturbau, den wir mit aller Sorgfalt und Verantwortung umsetzen werden", versprach Mailath-Pokorny. Einen Zeitplan wollte er aber weiterhin nicht nennen. Er kündigte jedoch an, "bald" den Gemeinderat über die Form der Finanzierung informieren zu wollen.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
Dokument erstellt am 2018-02-23 10:46:13
Letzte Änderung am 2018-02-23 10:49:53



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