• vom 13.03.2018, 09:35 Uhr

Stadtpolitik

Update: 13.03.2018, 10:20 Uhr

Heumarkt

Heumarkt-Investor Tojner zeigt Grünen die kalte Schulter




  • Artikel
  • Kommentare (1)
  • Lesenswert (7)
  • Drucken
  • Leserbrief






    Wien. Dem Investor des Hochhausprojekts am Heumarkt ist der Appell von David Ellensohn egal. Der Klubchef der Wiener Grünen hatte in einem Interview mit der "Wiener Zeitung" Michael Tojner gebeten, die Turmhöhe auf die von der Unesco geforderten 43 Meter zu reduzieren. "Wertinvest sieht keine Veranlassung zu einem Eingriff in die von einer internationalen Jury ausgewählte architektonische Gestaltung, die der rechtskräftigen Flächenwidmung zugrunde liegt", hieß es in einer Stellungnahme von Wertinvest-Geschäftsführerin Daniela Enzi am Montag.

    Die Direktorin des Unesco-Welterbezentrums Mechthild Rössler hatte die kürzlich von der Bundesregierung präsentierten Maßnahmen zum Erhalt des Welterbestatus grundsätzlich begrüßt. Der Fahrplan sieht unter anderem einen Expertenworkshop - das morgen, Mittwoch, stattfindet - und einen Besuch von Unesco-Vertretern in Wien vor, auf die Höhe des Hochhauses wird nicht explizit eingegangen.

    Vizebürgermeisterin und Planungsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) zeigte sich erfreut über die "positiven Signale". Wien habe seit jeher ein hohes Interesse an einem direkten Austausch mit der Unesco gehabt, betonte sie. Im Rahmen des Besuchs werde die Stadt "ihre umfangreichen Planungsinstrumente und den Gemeinderatsbeschluss zum Schutz und der Erhaltung der Wiener Innenstadt präsentieren". David Ellensohns Äußerungen wollte die Parteikollegin nicht kommentieren.

    Opposition erfreut

    Auch Wiens ÖVP und FPÖ freuten sich über die Reaktion der Unesco. Der nicht amtsführende Stadtrat Markus Wölbitsch (ÖVP) bezeichnete diese als "erfreuliches Signal". Die bisherige Vorgangsweise der rot-grünen Stadtregierung rund um das Projekt am Heumarkt sei dagegen "höchst unprofessionell" gewesen. "Es ist gut, dass die Bundesregierung hier dem Fehlverhalten von SPÖ und Grünen entgegenhält und sich gegen das Verschandeln der Innenstadt und damit den Verlust des Status ‚Weltkulturerbe‘ stellt", sagte auch FPÖ-Landesparteiobmann Johann Gudenus.





    1 Leserkommentar




    Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


    captcha Absenden

    * Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
    Dokument erstellt am 2018-03-13 09:38:43
    Letzte Änderung am 2018-03-13 10:20:23


    Kulturticket-App

    Goethes Gretchen - eine App

    Die beiden Gründer Wolfgang Graf (r.) und Gerald Stockinger. - © Stanislav Jenis Wien. Die Unternehmensgründung von "Ticket Gretchen" erfolgte im klassischen Start-up-Sinn. Aus einem persönlichen Bedürfnis entstand eine Idee... weiter




    Start-up

    Der eingebremste Weltretter

    Gründer Martin Wesian im Hinterhof seiner Firma Helioz auf der Mariahilfer Straße. - © Saskia Blatakes Wien. Durst, Wasserhahn aufdrehen, trinken. So einfach ist das in Österreich. Aber mehr als 660 Millionen Menschen in Afrika... weiter





    Beliebte Inhalte

    Meistgelesen
    1. Klare Ansagen zu KH Nord
    2. Verschlusssache Baum in der Wiener Josefstadt
    3. Erster Mensch-Tier Friedhof eröffnet
    4. Polizei-Großeinsatz in Wien-Hernals
    5. Wiener OLG setzte mutmaßlichen Vergewaltiger auf freien Fuß
    Meistkommentiert
    1. "Wien ist eindeutig der Verlierer"
    2. Im Zeichen des Regenbogens
    3. Aus Sophienspital wird Sophienpark
    4. Türkischer Wahlkampf an Wiener Schulen
    5. KH Nord unter der Lupe

    Siemensgebäude

    Der Investor und das Kreta-Viertel

    In den tristen Betonbauten findet Zwischennutzung im großen Stil statt. - © Phillipp Hutter Wien. Am Rande von Kreta steht ein Zaun. Er soll nicht Flüchtlinge davon abhalten, Griechenland zu betreten. Er soll Wiener davon abhalten... weiter




    Zwischennutzung

    Die Hegemonie über die Zwischenwelt

    Ein Gelände, zwei Welten: Auf der einen Seite ein geförderter Zwischennutzungs-Hub bei der Karl-Farkas-Gasse in Neu Marx . . . Wien. Es gibt Entwürfe, die in der Schublade verschwinden. Andere, die realisiert werden. Und dann gibt es jene Entwürfe... weiter





    Stadtplanung

    Höchstens 58 Meter

    Am Areal beim Franz-Josefs-Bahnhof ist eine Überplattung mit terrassenförmigen Gebäuden geplant. - © apa/Zoomvp.at/Zoom visual Project GmvH Wien. 126 Meter hoch hätte gebaut werden dürfen - letztendlich hat man sich auf 58 Meter als höchsten Punkt beschränkt: In Wien wurde am Donnerstag... weiter




    Bauen

    "Wir bauen den größten Sondermüll der Baugeschichte"

    Workers spreading mortar over styrofoam insulation and mesh with trowel - © fotolia/Dagmara_K Wien. Wenn Dietmar Steiner (67) auf einer europäischen Landkarte überall dort ein Fähnchen stecken würde, wo ein Bau steht... weiter





    Athen

    Gründen gegen die Wirtschaftskrise

    Athen. 42 Jahre nach dem Ende der Militärdiktatur ist Athen wieder auf dem Boden gelandet. Schlechte Jobchancen, zusammengekürzte Sozialleistungen und... weiter




    Teheran

    Irans Nerds

    Über den Dächern Teherans eifern junge Männer und Frauen ihrem Idol Steve Jobs nach. - © Solmaz Khorsand Teheran. Lang und breit könnte Nasser Ghanemzadeh über sein Leid klagen. Darüber, wie quälend das Leben in einer Islamischen Republik ist... weiter






    Werbung