• vom 22.03.2018, 22:51 Uhr

Stadtpolitik

Update: 23.03.2018, 07:25 Uhr

ÖVP Wien

"Brauchen einen Umsetzungsbürgermeister"




  • Artikel
  • Kommentare (1)
  • Lesenswert (5)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Christian Rösner

  • ÖVP-Stadtrat Markus Wölbitsch will bis 2020 seiner Partei den Weg in die Stadtregierung ebnen.

Markus Wölbitsch will in Wien das umsetzen, was Gernot Blümel auf Bundesebene macht.

Markus Wölbitsch will in Wien das umsetzen, was Gernot Blümel auf Bundesebene macht.© M. Szalapek Markus Wölbitsch will in Wien das umsetzen, was Gernot Blümel auf Bundesebene macht.© M. Szalapek

Wien. Seit Ende Jänner ist Markus Wölbitsch (36) nicht-amtsführenden ÖVP-Stadtrat. Der vormalige Wiener ÖVP-Landesgeschäftsführer folgte Gernot Blümel nach - aber nur in dieser Funktion. Den Landesparteivorsitz hat der nunmehrige Kanzleramtsminister Blümel nämlich behalten. "Um ein starkes Zugpferd für die Wienwahl im Jahr 2020 zu haben", heißt es aus der Partei. Dass Blümel damit in zwei Jahren den Bürgermeisteranspruch erheben wird, scheint klar. Ein Sprung vom Minister zum Stadtrat wäre ein Rückschritt. Die Aufgabe von Wölbitsch soll nun sein, den Rückenwind der Bundes-ÖVP zu nützen, um die Wiener Partei für 2020 fit zu machen. In welche Richtung er dabei gehen möchte, hat er in einem Gespräch mit der "Wiener Zeitung" verraten.

"Wiener Zeitung": Was ist Ihre konkrete Aufgabe in der Wiener ÖVP? Sie wurden ja als Nachfolger von Gernot Blümel vorgestellt - aber nur die Position des nicht amtsführenden Stadtrats betreffend. Wiener Parteichef ist er ja geblieben.


Markus Wölbitsch: Gernot Blümel hat dargestellt, dass er Landesparteichef bleibt und als Spitzenkandidat bei der Wahl 2020 antreten wird. Damit waren wir die erste Partei, die ihren Spitzenkandidaten bekannt gemacht hat. Ich selbst war zuerst oberster Organisationsentwickler und freue mich nun, auch inhaltlich und politisch mehr tun zu können. Eine meiner Hauptaufgaben ist Kontrolle - das heißt, Stadtsenatsakten zu überprüfen, um zu sehen, was die Stadtregierung macht. Und darauf aufmerksam zu machen, wenn etwas schiefläuft - wie etwa beim Wien Museum, beim Krankenhaus Nord oder bei der Mindestsicherung. Und es ist auch meine Aufgabe, Themen zu erarbeiten, für die die ÖVP Wien steht und für die man sie 2020 wählen soll.

Welche Themen?

Die Stadt Wien sollte zum Beispiel versuchen, nicht nur bei der Lebensqualität Nummer eins zu sein. Das reicht für einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort nicht. Bei der Mercer Studie ist Wien in Sachen Infrastruktur zum Beispiel nur auf Platz 17. Man könnte sich zum Ziel setzen, die gesündeste Stadt zu werden. Oder die Stadt der Forschung.

SPÖ-Chef und designierter Bürgermeister Michael Ludwig will ja Wien zur Digitalhauptstadt Europas machen...

Es ist ja nett, dass man jetzt draufkommt, dass das Thema für die Stadt auch relevant ist. Aber da würde ich mich gerne vorher darüber unterhalten, warum Unternehmer in Liesing im Industriegebiet eine schlechtere Glasfaseranbindung haben als private Haushalte.

Was sagen Sie zu den anderen Vorhaben von Ludwig?

weiterlesen auf Seite 2 von 2




1 Leserkommentar




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-03-22 16:56:57
Letzte Änderung am 2018-03-23 07:25:35


Rohstoffe

Das Gold der Städte

Elektroschrott landet in vielen Ländern immer noch auf Mülldeponien. - © apa/dpa/Julian Stratenschulte Wien. In unseren Schubladen liegt Gold. Aus den mehr als zehn Millionen Handys, die schätzungsweise in Österreich ungebraucht herumliegen... weiter




Kulturticket-App

Goethes Gretchen - eine App

Die beiden Gründer Wolfgang Graf (r.) und Gerald Stockinger. - © Stanislav Jenis Wien. Die Unternehmensgründung von "Ticket Gretchen" erfolgte im klassischen Start-up-Sinn. Aus einem persönlichen Bedürfnis entstand eine Idee... weiter





Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Der allerzweckloseste Zweckbau von Pötzleinsdorf
  2. Wien soll 2027 Zwei-Millionen-Stadt werden
  3. Die Gras-Greißler
  4. Stadt im Traume
  5. Keiner will’s gewesen sein
Meistkommentiert
  1. Shoah-Gedenkmauer fix
  2. Jetzt schon vorweihnachtlich
  3. Wien soll 2027 Zwei-Millionen-Stadt werden
  4. Nichts zu machen?
  5. Zu schnell für den Gehsteig

Siemensgebäude

Der Investor und das Kreta-Viertel

In den tristen Betonbauten findet Zwischennutzung im großen Stil statt. - © Phillipp Hutter Wien. Am Rande von Kreta steht ein Zaun. Er soll nicht Flüchtlinge davon abhalten, Griechenland zu betreten. Er soll Wiener davon abhalten... weiter




Zwischennutzung

Die Hegemonie über die Zwischenwelt

Ein Gelände, zwei Welten: Auf der einen Seite ein geförderter Zwischennutzungs-Hub bei der Karl-Farkas-Gasse in Neu Marx . . . Wien. Es gibt Entwürfe, die in der Schublade verschwinden. Andere, die realisiert werden. Und dann gibt es jene Entwürfe... weiter





Stadtplanung

Höchstens 58 Meter

Am Areal beim Franz-Josefs-Bahnhof ist eine Überplattung mit terrassenförmigen Gebäuden geplant. - © apa/Zoomvp.at/Zoom visual Project GmvH Wien. 126 Meter hoch hätte gebaut werden dürfen - letztendlich hat man sich auf 58 Meter als höchsten Punkt beschränkt: In Wien wurde am Donnerstag... weiter




Bauen

"Wir bauen den größten Sondermüll der Baugeschichte"

Workers spreading mortar over styrofoam insulation and mesh with trowel - © fotolia/Dagmara_K Wien. Wenn Dietmar Steiner (67) auf einer europäischen Landkarte überall dort ein Fähnchen stecken würde, wo ein Bau steht... weiter





Athen

Gründen gegen die Wirtschaftskrise

Athen. 42 Jahre nach dem Ende der Militärdiktatur ist Athen wieder auf dem Boden gelandet. Schlechte Jobchancen, zusammengekürzte Sozialleistungen und... weiter




Teheran

Irans Nerds

Über den Dächern Teherans eifern junge Männer und Frauen ihrem Idol Steve Jobs nach. - © Solmaz Khorsand Teheran. Lang und breit könnte Nasser Ghanemzadeh über sein Leid klagen. Darüber, wie quälend das Leben in einer Islamischen Republik ist... weiter






Werbung