• vom 12.04.2018, 16:46 Uhr

Stadtpolitik

Update: 20.04.2018, 08:41 Uhr

SPÖ Wien

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  • Nach Gesundheitsstadträtin tritt auch Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny zurück. Finanzstadträtin Renate Brauner gilt als nächste Ablösekandidatin bei der SPÖ.

Der rote Teil der Stadtregierung vor zwei Jahren. Mit Häupl, Wehsely, Mailath-Pokorny und Frauenberger sind bereits vier Personen vom damaligen Team zurückgetreten.

Der rote Teil der Stadtregierung vor zwei Jahren. Mit Häupl, Wehsely, Mailath-Pokorny und Frauenberger sind bereits vier Personen vom damaligen Team zurückgetreten.© apa/Hochmuth (bearbeitet) Der rote Teil der Stadtregierung vor zwei Jahren. Mit Häupl, Wehsely, Mailath-Pokorny und Frauenberger sind bereits vier Personen vom damaligen Team zurückgetreten.© apa/Hochmuth (bearbeitet)

Wien. Das Personalkarussell der Wiener SPÖ kommt in Fahrt. Nach Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely, sie verlor das parteiinterne Duell mit Wohnbaustadtrat Michael Ludwig, und Nachfolgerin Sandra Frauenberger ist nun Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny zurückgetreten.

Er habe schon länger mit dem Gedanken gespielt, sagt er vor Journalisten. Mit der Person des künftigen Stadtchefs Michael Ludwig habe diese Entscheidung aber natürlich nichts zu tun. "Nein, überhaupt nichts. Ich stehe voll und ganz hinter dem neuen Bürgermeister und werde ihn auch unterstützen, wenn er das will", erklärte Mailath-Pokorny. Was seine Nachfolge betrifft, habe er dem Nachfolger von Michael Häupl schon einige Vorschläge gemacht. "Es gibt ein paar Persönlichkeiten, die das könnten. Ich habe auch, nachdem ich gefragt wurde, ein paar Vorstellungen beim künftigen Bürgermeister deponiert", verriet der Stadtrat. Namen nannte er jedoch keine.

Ganz aus der Politik zurückziehen will sich Mailath-Pokorny nicht, verwies er noch einmal auf seine BSA-Präsidentschaft (Bund Sozialdemokratischer Akademikerinnen und Akademiker). Ob er - so wie die scheidende Gesundheitsstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) - auch nach der Amtsübergabe am 24. Mai noch als Abgeordneter im Gemeinderat und Landtag vertreten sein wird, sei noch offen. Das werde noch mit den SPÖ-Gremien besprochen.

Mailath-Pokorny hält sich über seine Zukunft bedeckt

Ebenfalls bedeckt hielt sich der 58-jährige Noch-Ressortchef auch, was seine berufliche Zukunft anbelangt. Er habe einige Ideen und werde diese dann zeitgerecht bekanntgeben. Aus Wien weg zieht es Mailath-Pokorny aber offenbar nicht: "Ich verlasse ungern die lebenswerteste Stadt der Welt und habe außerdem noch zwei schulpflichtige Kinder." Zuletzt war gemunkelt worden, der Politiker könnte Chef des Österreichischen Kulturforums in New York werden - was er klar dementierte.

Mit Mailath-Pokorny sind die Rücktritte der Stadträte aber noch nicht beendet. Als nächste Ablösekandidatin gilt Finanzstadträtin Renate Brauner. Sie könnte Landtagspräsidentin werden, sofern Harry Kopietz das Feld räumt.

Für Ludwig gilt es nun vier Stadtratsposten neu zu besetzen. Neben Gesundheit, Kultur und ziemlich sicher Finanzen ist es auch das Wohnbauressort, das durch den Wechsel Ludwigs ins Bürgermeisteramt, zu vergeben ist.

Nachfolger stehen noch nicht fest

Wer nachfolgen wird, behält Ludwig noch für sich. Er habe Ideen, aber vor den SPÖ-Gremien am 14. Mai werde er keine Auskunft über Personalia geben, betonte der Wiener Chef-Rote einmal mehr. Namen, die immer wieder genannt werden, sind etwa Wien-Holding-Chef Peter Hanke. Er könnte das Finanzressort übernehmen. Die ehemalige Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner gilt als aussichtsreiche Kandidatin für das Gesundheitsressort. Doch auch Peter Hacker, Chef des Fonds Soziales Wien und Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres stehen im Rennen. Als Nachfolger von Mailath-Pokorny hat Gemeinderat Ernst Woller gute Chancen. Gemeinderätin Kathrin Gaal könnte Wohnbaustadträtin werden.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-04-12 16:51:11
Letzte Änderung am 2018-04-20 08:41:15


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