• vom 14.05.2018, 13:40 Uhr

Stadtpolitik

Update: 14.05.2018, 13:42 Uhr

Gemeinderat

Längst dienender Mandatar wird zum Präsidenten




  • Artikel
  • Kommentare (1)
  • Lesenswert (9)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZ Online, APA

  • Ernst Woller wird nach 40 Dienstjahren im Stadtparlament dessen Vorsitzender.

Als roter Kultursprecher war Ernst Woller nicht immer einer Meinung mit dem scheidenden Ressortchef Andreas Mailath-Pokorny.

Als roter Kultursprecher war Ernst Woller nicht immer einer Meinung mit dem scheidenden Ressortchef Andreas Mailath-Pokorny.© APAweb / Georg Hochmuth Als roter Kultursprecher war Ernst Woller nicht immer einer Meinung mit dem scheidenden Ressortchef Andreas Mailath-Pokorny.© APAweb / Georg Hochmuth

Wien. Mit Ernst Woller (64) übernimmt ein Politiker mit jahrzehntelanger Stadtparlamentserfahrung die Funktion des Landtagspräsidenten. Der 64-Jährige löst Harry Kopietz ab. Woller ist - mit kurzzeitiger Unterbrechung - seit 1988 im Wiener Gemeinderat und Landtag vertreten. Zuletzt war er Kultursprecher der SPÖ - und wurde nicht zuletzt deshalb auch als möglicher neuer Kulturstadtrat gehandelt.

Woller, geboren am 2. März 1954, wuchs im Bezirk Landstraße auf und hat dort immer noch seine politische Heimat. Gerade einmal Teenager, dockte er bereits 1967 als 13-Jähriger bei der Sozialistischen Jugend an. Ab 1978 war er zehn Jahre lang Bezirksrat, parallel dazu studierte er Informatik und Rechentechnik an der TU und anschließend Politikwissenschaft und Pädagogik an der Uni Wien, wobei er letzteres vor Fertigstellung der Dissertation abbrach.

1988 wechselte Woller ins Rathaus und blieb dort bis dato Mandatar. Lediglich in den Jahren von 1991 bis 1993 nahm er eine kurze Auszeit vom Stadtparlament und gab ein Gastspiel im Bundesrat. Seit seiner Rückkehr in den Gemeinderat und Landtag ist er Ausschussvorsitzender für Kultur und Wissenschaft. Mit knapp vier Jahrzehnten als Gemeinderat ist er derzeit Wiens längst dienender Mandatar.

Als roter Kultursprecher war Woller nicht immer einer Meinung mit dem scheidenden Ressortchef Andreas Mailath-Pokorny - etwa in der Standortfrage für das neue bzw. erweiterte Wien Museum. Favorisierte Mailath-Pokorny ursprünglich einen Neubau in Favoriten, schlug sich Woller auf die Seite jener, die das Ausstellungshaus am Karlsplatz belassen wollte und sich letztendlich durchgesetzt hat. Woller, der verheiratet ist und drei Söhne sowie zwei Töchter hat, gehörte außerdem zu jener Gruppe von Genossen, die im Zuge der internen SPÖ-Querelen recht schnell die Nachfolge-Frage rund um Stadtchef Michael Häupl geregelt wissen wollte und sich dabei gleichzeitig für Ludwig stark machte.





Schlagwörter

Gemeinderat, Wien, SPÖ, Ernst Woller

1 Leserkommentar




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-05-14 13:41:20
Letzte Änderung am 2018-05-14 13:42:44



Start-up

Der eingebremste Weltretter

Gründer Martin Wesian im Hinterhof seiner Firma Helioz auf der Mariahilfer Straße. - © Saskia Blatakes Wien. Durst, Wasserhahn aufdrehen, trinken. So einfach ist das in Österreich. Aber mehr als 660 Millionen Menschen in Afrika... weiter




Kalorienzählen

Schnappschuss statt Kalorienzählen

- © Sascha van der Werf Wien. "Dieses Jahr nehm’ ich zehn Kilo ab", "in der Fastenzeit werde ich kürzertreten", "diesen Sommer schaff’ ich die Bikini-Figur"... weiter





Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. "Ludwig ist zu wenig Rampensau"
  2. Weinseliges Voting
  3. "Das Gericht hat resigniert"
  4. Schlüsselübergabe
  5. Sittenwächter bleibt in Haft
Meistkommentiert
  1. "Das Gericht hat resigniert"
  2. Vernichtendes Urteil für KAV
  3. "Es war eine tolle Zeit"
  4. Ludwigs To-do-Liste
  5. "Ludwig ist zu wenig Rampensau"

Siemensgebäude

Der Investor und das Kreta-Viertel

In den tristen Betonbauten findet Zwischennutzung im großen Stil statt. - © Phillipp Hutter Wien. Am Rande von Kreta steht ein Zaun. Er soll nicht Flüchtlinge davon abhalten, Griechenland zu betreten. Er soll Wiener davon abhalten... weiter




Zwischennutzung

Die Hegemonie über die Zwischenwelt

Ein Gelände, zwei Welten: Auf der einen Seite ein geförderter Zwischennutzungs-Hub bei der Karl-Farkas-Gasse in Neu Marx . . . Wien. Es gibt Entwürfe, die in der Schublade verschwinden. Andere, die realisiert werden. Und dann gibt es jene Entwürfe... weiter





Bauen

"Wir bauen den größten Sondermüll der Baugeschichte"

Workers spreading mortar over styrofoam insulation and mesh with trowel - © fotolia/Dagmara_K Wien. Wenn Dietmar Steiner (67) auf einer europäischen Landkarte überall dort ein Fähnchen stecken würde, wo ein Bau steht... weiter




Wohnen in Wien

900 Wohnungen auf Kasernen-Gelände

20180306KörnerKaserne - © APAweb/DRIENDL*ARCHITECTS Wien.  Am Areal der Wiener Körner-Kaserne entsteht ein neues Stadtentwicklungsgebiet. Auf dem im Penzinger Bezirksteil Breitensee gelegenen Gelände... weiter





Athen

Gründen gegen die Wirtschaftskrise

Athen. 42 Jahre nach dem Ende der Militärdiktatur ist Athen wieder auf dem Boden gelandet. Schlechte Jobchancen, zusammengekürzte Sozialleistungen und... weiter




Teheran

Irans Nerds

Über den Dächern Teherans eifern junge Männer und Frauen ihrem Idol Steve Jobs nach. - © Solmaz Khorsand Teheran. Lang und breit könnte Nasser Ghanemzadeh über sein Leid klagen. Darüber, wie quälend das Leben in einer Islamischen Republik ist... weiter






Werbung