• vom 31.07.2018, 21:00 Uhr

Stadtpolitik


Gastronomie

Belvedere-Stöckl genehmigt




  • Artikel
  • Kommentare (1)
  • Lesenswert (4)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Betriebsanlagengenehmigung für umstrittenes "Stöckl im Park" mit 66 Auflagen.

Wien. Pläne für ein Gastronomieprojekt im derzeit brachliegenden Belvedere-Stöckl nahe dem bekannten Schloss in Wien sorgen seit längerer Zeit für Debatten. Anrainer wollten das geplante Restaurant samt großem Gastgarten verhindern. Die Stadt gab nun allerdings grünes Licht für das Vorhaben. Das Betriebsanlagenverfahren wurde positiv beschieden, wie die Magistratsdirektion am Dienstag mitteilte.

Das Belvedere-Stöckl befindet sich an der Prinz-Eugen-Straße im 3. Bezirk, steht seit Jahren leer und liegt am hinteren Ende des Schwarzenberggartens. Die Betreiber des Salm-Bräus, das nicht weit entfernt am Rennweg liegt, wollen das barocke Gebäude wiederbeleben. Dafür hat das Unternehmen bereits einen auf 70 Jahre laufenden Pachtvertrag mit der Privatstiftung Schwarzenberg abgeschlossen.


Geplant sind die Renovierung der alten Bausubstanz, wo eine hauseigene Brauerei Platz finden soll, sowie ein Zubau, in dem das Restaurant mit bis zu 270 Plätzen untergebracht wird. Herzstück des Lokals namens "Stöckl im Park" wird allerdings ein 3000 Quadratmeter großer Gastgarten mit etwa 600 Sitzplätzen. Die Baubewilligung wurde bereits Ende Mai 2017 erteilt, danach stießen die Pläne auf verstärkten Widerstand bei einigen Bürgern.

Nun ist mit der Betriebsanlagengenehmigung die letzte Hürde genommen. "Alle eingeholten überparteilichen Gutachten sind positiv und alle Einwände der Bevölkerung sind in den Akt eingeflossen. Daher haben wir positiv beschieden", erklärte Eva Schantl-Wurz, Leiterin des Magistratischen Bezirksamts. Allerdings gibt es 66 Auflagen für den Betreiber: Sie betreffen etwa Lärm- und Geruchsbelästigung. Gegner hatten nicht zuletzt damit ihre Ablehnung begründet. Die Gegner haben nun die Möglichkeit, den positiven Bescheid innerhalb der kommenden vier Wochen beim Verwaltungsgericht zu beeinspruchen.




1 Leserkommentar




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-07-31 17:50:14


Rohstoffe

Das Gold der Städte

Elektroschrott landet in vielen Ländern immer noch auf Mülldeponien. - © apa/dpa/Julian Stratenschulte Wien. In unseren Schubladen liegt Gold. Aus den mehr als zehn Millionen Handys, die schätzungsweise in Österreich ungebraucht herumliegen... weiter




Kulturticket-App

Goethes Gretchen - eine App

Die beiden Gründer Wolfgang Graf (r.) und Gerald Stockinger. - © Stanislav Jenis Wien. Die Unternehmensgründung von "Ticket Gretchen" erfolgte im klassischen Start-up-Sinn. Aus einem persönlichen Bedürfnis entstand eine Idee... weiter





Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Wer keine Urbanität mag, soll aufs Land ziehen
  2. Vassilakous Nachfolger
  3. Mit der Tramway ins Vergnügen
  4. Die Grünen geben ihre Institution auf
  5. ÖVP sieht Versorgungsproblem
Meistkommentiert
  1. Wer keine Urbanität mag, soll aufs Land ziehen
  2. Wien folgt Melbourne als lebenswerteste Stadt der Welt
  3. Die Grünen geben ihre Institution auf
  4. ÖVP beantragt Sonder-Gemeinderat
  5. Vassilakous Nachfolger

Siemensgebäude

Der Investor und das Kreta-Viertel

In den tristen Betonbauten findet Zwischennutzung im großen Stil statt. - © Phillipp Hutter Wien. Am Rande von Kreta steht ein Zaun. Er soll nicht Flüchtlinge davon abhalten, Griechenland zu betreten. Er soll Wiener davon abhalten... weiter




Zwischennutzung

Die Hegemonie über die Zwischenwelt

Ein Gelände, zwei Welten: Auf der einen Seite ein geförderter Zwischennutzungs-Hub bei der Karl-Farkas-Gasse in Neu Marx . . . Wien. Es gibt Entwürfe, die in der Schublade verschwinden. Andere, die realisiert werden. Und dann gibt es jene Entwürfe... weiter





Stadtplanung

Höchstens 58 Meter

Am Areal beim Franz-Josefs-Bahnhof ist eine Überplattung mit terrassenförmigen Gebäuden geplant. - © apa/Zoomvp.at/Zoom visual Project GmvH Wien. 126 Meter hoch hätte gebaut werden dürfen - letztendlich hat man sich auf 58 Meter als höchsten Punkt beschränkt: In Wien wurde am Donnerstag... weiter




Bauen

"Wir bauen den größten Sondermüll der Baugeschichte"

Workers spreading mortar over styrofoam insulation and mesh with trowel - © fotolia/Dagmara_K Wien. Wenn Dietmar Steiner (67) auf einer europäischen Landkarte überall dort ein Fähnchen stecken würde, wo ein Bau steht... weiter





Athen

Gründen gegen die Wirtschaftskrise

Athen. 42 Jahre nach dem Ende der Militärdiktatur ist Athen wieder auf dem Boden gelandet. Schlechte Jobchancen, zusammengekürzte Sozialleistungen und... weiter




Teheran

Irans Nerds

Über den Dächern Teherans eifern junge Männer und Frauen ihrem Idol Steve Jobs nach. - © Solmaz Khorsand Teheran. Lang und breit könnte Nasser Ghanemzadeh über sein Leid klagen. Darüber, wie quälend das Leben in einer Islamischen Republik ist... weiter






Werbung