• vom 17.08.2018, 15:57 Uhr

Stadtpolitik

Update: 17.08.2018, 20:13 Uhr

Krankenhaus Nord

ÖVP sieht Versorgungsproblem




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Von Christian Rösner

  • Laut Analyse der künftigen Patientenauslastung sei auch im neuen Spital mit Gangbetten zu rechnen.

Befürchtet werden eine Unterversorgung etwa in der Inneren Medizin und eine Überversorgung in der Chirurgie. - © apa/Techt

Befürchtet werden eine Unterversorgung etwa in der Inneren Medizin und eine Überversorgung in der Chirurgie. © apa/Techt

Wien. Die Gesundheitssprecherin der Wiener ÖVP, Ingrid Korosec, spricht von einer "paradoxen Situation" rund um das künftige Krankenhaus Nord: "Während bei den konservativen Fächern eine Unterversorgung droht, kommt es in Fächern wie etwa der Frauenheilkunde zu einer massiven Überversorgung. In der inneren Medizin, der Akutgeriatrie und der Psychiatrie droht eine Unterversorgung und in unmittelbarer Folge davon ist mit Gangbetten zu rechnen", so Korosec zur "Wiener Zeitung".

Sie bezieht sich dabei auf die Ergebnisse einer Untersuchung über die Patientenauslastung des KH Nord, die im Zuge der laufenden Untersuchungskommission im Auftrag der ÖVP von einem Expertenteam durchgeführt worden sein soll. Konkret wurde von dem Expertenteam die "Versorgungsregion 93" analysiert - also die Region Wien Nordost, zu der das KH Nord und das SMZ Ost gehört. Und zwar auf Grundlage des gültigen österreichischen Strukturplans Gesundheit und seiner Planungsmethodik, wie Korosec erklärte.


Sie ortet unter anderem bei der Chirurgie oder der Orthopädie eine sogenannte "angebotsinduzierten Steigerung". Das heißt, es bestehe die Gefahr, dass Patienten nur aufgenommen werden, um die nicht gefüllten Betten auszulasten - wobei sie in einer ambulanten Therapie besser aufgehoben wären. Hier könnte man laut Korosec unnötige Krankenhausaufenthalte vermeiden und damit nicht nur viel Geld sparen: "Es ist nicht zu verhindern, dass sich die Patienten in Spitälern mit Spitalskeimen anstecken. Leider sterben auch hunderte Menschen pro Jahr an deren Folgen. Besonders tragisch sind diese Todesfälle in Hinblick darauf, dass viele der Spitalsaufenthalte zu verhindern gewesen wären", meint die ÖVP-Gesundheitssprecherin.

Eine Vermeidung dieser Vorfälle beginne ihr zufolge bereits bei der korrekten Dimensionierung der Spitäler. Dies sei aber beim KH Nord verabsäumt worden, sagt Korosec.

Auf der anderen Seite drohe eine Unterversorgung in der inneren Medizin, der Akutgeriatrie und der Psychiatrie, was zwangsläufig zu Gangbetten führe. "Vor allem während kritischen Phasen, wie etwa der Grippezeit, droht diesen Abteilungen ein noch stärkerer Druck. Darunter leiden die Patienten genauso wie das Personal", so Korosec weiter. Sie glaubt, dass die Bauphase des Krankenhaus Nord nahtlos in die Umbauphase übergehen könnte. "Es ist zu befürchten, dass das angeblich modernste Spital rasch nach Eröffnung weitere Umbauten benötigt."

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Dokument erstellt am 2018-08-17 16:05:39
Letzte Änderung am 2018-08-17 20:13:14


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