• vom 20.08.2018, 22:30 Uhr

Stadtpolitik


Betriebe

Wirtschaftskammer fordert antraglose Steuererklärung




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    Wien. Die Wiener Wirtschaftskammer (WKW) fordert die automatisierte Einkommenssteuererklärung für Kleinbetriebe. Damit sollen sich Ein-Personen-Unternehmen (EPU) mit bis zu 30.000 Euro Jahresumsatz die oft mühsame Antragstellung beim Finanzamt ersparen, erläuterte WKW-Chef Walter Ruck am Montag. Nur noch der Umsatz müsste der Behörde gemeldet werden.

    Für Unselbständige gibt es bereits die automatische Arbeitnehmerveranlagung. Analog dazu wünscht sich Ruck nun ein ähnliches Modell für EPU. Das jetzige System bedeute für Kleinunternehmer hohe Kosten: Im Durchschnitt fielen 1000 Euro jährlich für Steuerberaterleistungen an, hieß es. Dazu kämen der bürokratischer Aufwand - beispielsweise durch das Sammeln von Belegen.


    Das alles soll künftig nicht mehr nötig sein: "Gemeldet wird nur der Jahresumsatz, den Rest wickelt das Finanzamt automatisch ab", wünscht sich Manfred Zipper, in der WKW für Finanzpolitik zuständig. Berechnet werden soll der Einkommenssteuerbescheid über Betriebsausgabenpauschalen.

    Steuerberater skeptisch
    200.000 Unternehmer österreichweit könnten profitieren, 40.000 davon in Wien, so Ruck. Unter der Annahme, dass die Hälfte aller Selbständigen vom Angebot Gebrauch macht, blieben den Unternehmern im ganzen Land rund 100 Millionen Euro in der Tasche, meint Zipper. Die Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer sieht die Idee der Wirtschaftskammer ambivalent. Freilich brauche es Vereinfachungen für die Betriebe, allerdings könnten Unternehmer, die die vorgeschlagene Pauschalierung der Betriebsausgaben in Anspruch nehmen, schlechter aussteigen, warnte Präsident Klaus Hübner.




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