• vom 05.09.2018, 16:59 Uhr

Stadtpolitik


Spitzenkandidatur

Grüner Spitzenkampf




  • Artikel
  • Kommentare (1)
  • Lesenswert (7)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Neben Klubobmann David Ellensohn und den Gemeinderäten Peter Kraus und Birgit Hebein haben sich noch sechs unbekannte Personen um die grüne Spitzenkandidatur beworben.

Um Maria Vassilakous Nachfolge bewerben sich neun Personen. apa/Punz

Um Maria Vassilakous Nachfolge bewerben sich neun Personen. apa/Punz© APA/HANS PUNZ Um Maria Vassilakous Nachfolge bewerben sich neun Personen. apa/Punz© APA/HANS PUNZ

Wien. Neun Personen rittern um die Spitzenkandidatur bei den Wiener Grünen und damit um die Nachfolge von Frontfrau Maria Vassilakou. Das gab die Partei am Mittwochvormittag bekannt. Die Bewerbungsfrist war um Mitternacht abgelaufen. Abgesehen von Klubchef David Ellensohn und den Gemeinderäten Peter Kraus und Birgit Hebein sind allerdings keine bekannten Namen mehr dazu gekommen.

Die drei Namen gelten somit als jene Kandidaten mit realen Chancen, die Regierungspartei in die 2020 anstehende Wiener Gemeinderatswahl zu führen. Zusätzlich haben sich sechs Personen beworben: Marihan Abensperg-Traun, Harald Frassine, Bernhard Redl, Ruth Trefny, Jovan Stoikovic und Benjamin Kaan. Bis auf Letzteren - er ist grüner Bezirksrat in Meidling - haben diese Einzelkämpfer keinen direkten Konnex zu den Wiener Grünen. Bewerber gab es noch einige mehr, diese mussten aber aussortiert werden, "da sie die formalen Kriterien nicht erfüllt haben", hieß es.


Nun geht es für die Anwärter auf den ersten Listenplatz ans Sammeln von Unterstützungserklärungen. Denn um tatsächlich am grünen Wahlzettel zu stehen, brauchen Bewerber jedenfalls die Zustimmung von 100 Personen, wobei 50 davon von Parteimitgliedern kommen müssen. Wer schon mehr als zwei Perioden in ununterbrochener Reihenfolge ein Mandat im Gemeinderat und Landtag innehat, benötigt 200 Unterstützungserklärungen, 100 davon von Grün-Mitgliedern. Zeit ist bis 2. Oktober.

1020 Menschen
haben sich registriert

Um seinen Lieblingskandidaten unterstützen zu können, muss man sich online auf http://spitzenwahl.wien registrieren. Dafür ist eine Einmalgebühr von 15 Euro fällig. Das haben laut stellvertretender Landessprecherin Maxie Klein bisher 1020 Menschen getan. Anschließend wird es Hearings geben. Die Abstimmung erfolgt brieflich im November. Das Prozedere für die Spitzen-Wahl ist neu. Bisher haben die Rathaus-Grünen stets durch eine Wahl bei der Landesversammlung über die Nummer 1 entschieden.

Formal entscheiden die Wiener Grünen nur über den ersten Listenplatz. Tatsächlich geht es aber auch um die Nachfolge von Vassilakou als Vizebürgermeisterin sowie Verkehrs- und Planungsstadträtin. Die grüne Frontfrau, die 2005 erstmals Spitzenkandidatin war, hat erst am Sonntag angekündigt, nicht mehr anzutreten und sich spätestens Mitte 2019 zurückziehen zu wollen. Auch ein früherer Abschied ist möglich. Dass es heuer noch geschieht, ist aber unwahrscheinlich.




1 Leserkommentar




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-09-05 17:09:00


Rohstoffe

Das Gold der Städte

Elektroschrott landet in vielen Ländern immer noch auf Mülldeponien. - © apa/dpa/Julian Stratenschulte Wien. In unseren Schubladen liegt Gold. Aus den mehr als zehn Millionen Handys, die schätzungsweise in Österreich ungebraucht herumliegen... weiter




Kulturticket-App

Goethes Gretchen - eine App

Die beiden Gründer Wolfgang Graf (r.) und Gerald Stockinger. - © Stanislav Jenis Wien. Die Unternehmensgründung von "Ticket Gretchen" erfolgte im klassischen Start-up-Sinn. Aus einem persönlichen Bedürfnis entstand eine Idee... weiter





Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Der allerzweckloseste Zweckbau von Pötzleinsdorf
  2. Wien soll 2027 Zwei-Millionen-Stadt werden
  3. Die Gras-Greißler
  4. Wehsely weist Schuld von sich
  5. Freispruch von Vergewaltigungsvorwurf
Meistkommentiert
  1. Shoah-Gedenkmauer fix
  2. Nichts zu machen?
  3. Jetzt schon vorweihnachtlich
  4. Zu schnell für den Gehsteig
  5. Wien soll 2027 Zwei-Millionen-Stadt werden

Siemensgebäude

Der Investor und das Kreta-Viertel

In den tristen Betonbauten findet Zwischennutzung im großen Stil statt. - © Phillipp Hutter Wien. Am Rande von Kreta steht ein Zaun. Er soll nicht Flüchtlinge davon abhalten, Griechenland zu betreten. Er soll Wiener davon abhalten... weiter




Zwischennutzung

Die Hegemonie über die Zwischenwelt

Ein Gelände, zwei Welten: Auf der einen Seite ein geförderter Zwischennutzungs-Hub bei der Karl-Farkas-Gasse in Neu Marx . . . Wien. Es gibt Entwürfe, die in der Schublade verschwinden. Andere, die realisiert werden. Und dann gibt es jene Entwürfe... weiter





Stadtplanung

Höchstens 58 Meter

Am Areal beim Franz-Josefs-Bahnhof ist eine Überplattung mit terrassenförmigen Gebäuden geplant. - © apa/Zoomvp.at/Zoom visual Project GmvH Wien. 126 Meter hoch hätte gebaut werden dürfen - letztendlich hat man sich auf 58 Meter als höchsten Punkt beschränkt: In Wien wurde am Donnerstag... weiter




Bauen

"Wir bauen den größten Sondermüll der Baugeschichte"

Workers spreading mortar over styrofoam insulation and mesh with trowel - © fotolia/Dagmara_K Wien. Wenn Dietmar Steiner (67) auf einer europäischen Landkarte überall dort ein Fähnchen stecken würde, wo ein Bau steht... weiter





Athen

Gründen gegen die Wirtschaftskrise

Athen. 42 Jahre nach dem Ende der Militärdiktatur ist Athen wieder auf dem Boden gelandet. Schlechte Jobchancen, zusammengekürzte Sozialleistungen und... weiter




Teheran

Irans Nerds

Über den Dächern Teherans eifern junge Männer und Frauen ihrem Idol Steve Jobs nach. - © Solmaz Khorsand Teheran. Lang und breit könnte Nasser Ghanemzadeh über sein Leid klagen. Darüber, wie quälend das Leben in einer Islamischen Republik ist... weiter






Werbung