• vom 13.09.2018, 12:02 Uhr

Stadtpolitik

Update: 13.09.2018, 12:25 Uhr

Causa Semmelweis

Versteigerungstermin für Semmelweis-Pavillons steht




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  • Gebäude der Luxus-Privatschule sollen am 31. Jänner 2019 unter den Hammer kommen.

Einer der drei Pavillons auf dem Semmelweis-Areal. Luiza Puiu - © Luiza Puiu

Einer der drei Pavillons auf dem Semmelweis-Areal. Luiza Puiu © Luiza Puiu

Wien. (vasa) Vor sechs Jahren verkaufte die Stadt Wien drei von sechs Pavillons auf dem großflächigen Parkareal der Semmelweis-Klinik in Währing. Der neue Eigentümer, Amadeus Vienna Campus Eigentümergesellschaft (kurz: Amadeus Campus), errichtete daraufhin eine private Elite-Musikschule.

Anfang des Jahres wurde gegen die Inhaber eine Räumungsklage eingebracht, die "Wiener Zeitung" berichtete. Nun legte das Bezirksgericht Döbling den Termin für die Zwangsversteigerung fest. Am 31. Jänner 2019 um 10 Uhr sollen die Gebäude unter den Hammer kommen, sofern die Parteien nicht doch noch zu einer Einigung kommen. Wie kam es dazu?


Die Eigentümer räumten vor vier Jahren der privaten Holding F.R.F.-HPM Beteiligungen Gmbh (Besitzer: Familienstiftung Koch, ehemals Eigentümer des Möbelhandelskonzerns Kika-Leiner) ein Pfandrecht ein. Die drei Pavillons dienen fortan als Sicherungsmittel für die Holding. Ein Jahr später wird ein weiteres Pfandrecht dem Baukonzern Strabag eingeräumt. Dieses Mal geht es um sieben Millionen Euro.

Die anfallenden Zinsen werden von Amadeus Campus aber nicht bezahlt. Die Folge: Am 26. Jänner 2018 bringen die Gläubiger eine Klage zur Zahlung der Zinsen und nicht bezahlter Rechnungen ein. Sie führt in weiterer Folge zur Einbringung des Versteigerungsverfahrens zur Hereinbringung von 33 Millionen Euro. Die private Holding fordert 26 Millionen Euro, die Strabag fordert sieben Millionen Euro.

Das geringste Gebot bei der Versteigerung wurde mit 5,6 Millionen für den Pavillon 3 festgelegt, für die beiden anderen Pavillons liegt das geringste Gebot bei 10,2 Millionen Euro. Geschätzt wurden alle Gebäude jeweils auf das Doppelte, also insgesamt 31,6 Millionen Euro. Die Stadt verkaufte die Pavillons vor sechs Jahren um 14,2 Millionen Euro.

Ob der Verkauf des Pavillons 3 rechtmäßig war, ist jedoch fraglich. Wie bereits berichtet, hätte der städtische Krankenanstaltenverbund (KAV) die Unterlagen dem Gemeinderats-Ausschuss vorgelegen müssen, was er aber nicht getan hat.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-09-13 12:12:08
Letzte Änderung am 2018-09-13 12:25:30


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