• vom 05.10.2018, 18:35 Uhr

Stadtpolitik

Update: 05.10.2018, 19:33 Uhr

E-Mobilität

"Noch zu wenig E-Autos, die Öffis behindern könnten"




  • Artikel
  • Kommentare (8)
  • Lesenswert (6)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Christian Rösner

  • Umweltministerin Köstinger kann Wiener Argumentation nicht nachvollziehen.

Umweltministerin Elisabeth Köstinger. - © APAweb, Herbert Neubauer

Umweltministerin Elisabeth Köstinger. © APAweb, Herbert Neubauer

"Wiener Zeitung":Frau Minister Köstinger, Sie fordern für Wien die Freigabe der Busspuren für E-Autos. Die Stadt Wien ist dagegen, weil sie befürchtet, dass dadurch die Busse behindert werden - was sagen sie dazu?

Elisabeth Köstinger: Die Anzahl der E-Fahrzeuge in Österreich ist noch sehr gering. Vier von 1000 Fahrzeugen sind derzeit Elektro-Autos. Weder Verkehrsexperten noch Erfahrungen in anderen Städten können bestätigen, dass es durch E-Autos zu Verkehrsbehinderungen kommt. Deswegen ist dieses Argument nicht haltbar. Es ist vielmehr ein Anreiz, auf E-Mobile umzustellen.


Ist das nicht eher eine Frage der Ideologie? Die Grünen wollen die Autos aus der Stadt herausbringen. Die Öffnung der Busspur für E-Fahrzeuge trägt nicht dazu bei.

Natürlich ist es wichtig, dass man den öffentlichen Verkehr ausbaut, und das macht ja auch die Bundesregierung mit verschiedenen Paketen. Es gibt aber auch Menschen, die auf andere Weise mobil sein müssen. Und auch hier muss ein Umdenken stattfinden: Jedes einzelne Auto ohne CO2-Ausstoß trägt zur Einhaltung der Klimaziele bei.

Würden Sie die Öffnung der Busspuren wieder zurücknehmen, falls es einmal zu viele E-Autos in der Stadt geben sollte?

Natürlich. Auch in Norwegen hat die Maßnahme dazu geführt, dass immer mehr auf E-Mobilität umgestiegen wurde. Und als dann die Anzahl der E-Mobile so stark zugenommen hat, wurde die Maßnahme wieder zurückgenommen.

Wie konkret ist die Drohung, den Wienern diese Maßnahme mittels der StVO aufzuzwingen?

Der Verkehrsminister wird hier mit den Städten Gespräche suchen und ich bin zuversichtlich, dass diese im Sinne des Ausbaus der sauberen Mobilität diesen Vorschlag annehmen werden.




8 Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-10-05 18:45:34
Letzte Änderung am 2018-10-05 19:33:41


Rohstoffe

Das Gold der Städte

Elektroschrott landet in vielen Ländern immer noch auf Mülldeponien. - © apa/dpa/Julian Stratenschulte Wien. In unseren Schubladen liegt Gold. Aus den mehr als zehn Millionen Handys, die schätzungsweise in Österreich ungebraucht herumliegen... weiter




Kulturticket-App

Goethes Gretchen - eine App

Die beiden Gründer Wolfgang Graf (r.) und Gerald Stockinger. - © Stanislav Jenis Wien. Die Unternehmensgründung von "Ticket Gretchen" erfolgte im klassischen Start-up-Sinn. Aus einem persönlichen Bedürfnis entstand eine Idee... weiter





Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Größte Pleite des Jahres
  2. Darf ich Ihr Auto kaufen?
  3. Einigung auf Bauordnung
  4. Justiz ließ verurteilten Posträuber laufen
  5. Stadt Wien muss Namensschilder austauschen
Meistkommentiert
  1. Mit Law-and-Order gegen Kampfhunde
  2. Darf ich Ihr Auto kaufen?
  3. Stadt Wien muss Namensschilder austauschen
  4. "Noch zu wenig E-Autos, die Öffis behindern könnten"
  5. Verfahren verschleppt

Siemensgebäude

Der Investor und das Kreta-Viertel

In den tristen Betonbauten findet Zwischennutzung im großen Stil statt. - © Phillipp Hutter Wien. Am Rande von Kreta steht ein Zaun. Er soll nicht Flüchtlinge davon abhalten, Griechenland zu betreten. Er soll Wiener davon abhalten... weiter




Zwischennutzung

Die Hegemonie über die Zwischenwelt

Ein Gelände, zwei Welten: Auf der einen Seite ein geförderter Zwischennutzungs-Hub bei der Karl-Farkas-Gasse in Neu Marx . . . Wien. Es gibt Entwürfe, die in der Schublade verschwinden. Andere, die realisiert werden. Und dann gibt es jene Entwürfe... weiter





Stadtplanung

Höchstens 58 Meter

Am Areal beim Franz-Josefs-Bahnhof ist eine Überplattung mit terrassenförmigen Gebäuden geplant. - © apa/Zoomvp.at/Zoom visual Project GmvH Wien. 126 Meter hoch hätte gebaut werden dürfen - letztendlich hat man sich auf 58 Meter als höchsten Punkt beschränkt: In Wien wurde am Donnerstag... weiter




Bauen

"Wir bauen den größten Sondermüll der Baugeschichte"

Workers spreading mortar over styrofoam insulation and mesh with trowel - © fotolia/Dagmara_K Wien. Wenn Dietmar Steiner (67) auf einer europäischen Landkarte überall dort ein Fähnchen stecken würde, wo ein Bau steht... weiter





Athen

Gründen gegen die Wirtschaftskrise

Athen. 42 Jahre nach dem Ende der Militärdiktatur ist Athen wieder auf dem Boden gelandet. Schlechte Jobchancen, zusammengekürzte Sozialleistungen und... weiter




Teheran

Irans Nerds

Über den Dächern Teherans eifern junge Männer und Frauen ihrem Idol Steve Jobs nach. - © Solmaz Khorsand Teheran. Lang und breit könnte Nasser Ghanemzadeh über sein Leid klagen. Darüber, wie quälend das Leben in einer Islamischen Republik ist... weiter






Werbung