• vom 19.10.2018, 10:51 Uhr

Stadtpolitik

Update: 19.10.2018, 11:15 Uhr

Wien

Maulkorbpflicht kommt vorerst doch nicht




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Von WZ Online, APA

  • Die Grünen wollen die Maßnahme erst noch diskutieren. Für die SPÖ ist der Maulkorb "alternativenlos".

Die Maulkorbpflicht wird in der aktuellen Novelle noch nicht enthalten sein. Die Grünen wollen das Thema noch diskutieren. - © APAweb / Herbert Neubauer

Die Maulkorbpflicht wird in der aktuellen Novelle noch nicht enthalten sein. Die Grünen wollen das Thema noch diskutieren. © APAweb / Herbert Neubauer

Wien. Die angekündigte Maulkorbpflicht für Listenhunde kommt vorerst doch nicht. Weil die Wiener Grünen bei dieser Maßnahme noch Diskussionsbedarf sehen, wird sie nicht Teil der angekündigten Tierschutznovelle sein, gaben SPÖ und Grüne in einer gemeinsamen Aussendung am Freitag bekannt. Für Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) ist der verpflichtende Maulkorb allerdings "alternativenlos", wie sie sagte.

"Wir werden uns zu diesem Thema noch externe Expertise holen und alle Aspekte beleuchten, um so zu einer guten Entscheidung zu kommen", wird Rüdiger Maresch, Tierschutzsprecher der Wiener Grünen, in der Aussendung zitiert. Die Maulkorbpflicht wird also nicht in der aktuellen Novelle enthalten sein.

Sima: "Ich bin wild entschlossen, das durchzusetzen"

"Hier gibt es leider keinen Konsens mit den Grünen", sagte Sima im Gespräch. Für sie ist der verpflichtende Maulkorb allerdings ein "unverzichtbares Kernstück" der Novelle. "Ich bin wild entschlossen, das durchzusetzen", betonte Sima. "Ich finde, das ist ein sehr emotionales Thema. Es ist ein Kind gestorben, weil eine Besitzerin ihren Kampfhund nicht unter Kontrolle hatte. Jede Maßnahme, die wir als Stadt dagegen setzen können, müssen wir setzen", befand sie.

Ein einjährige Bub war Mitte September beim Spazierengehen mit seinen Großeltern in Wien-Donaustadt von einem Kampfhund attackiert worden. Er erlag zwei Wochen später an den Verletzungen. Das Kind war von dem Rottweiler in den Kopf gebissen worden. Gegen die Tierhalterin wird ermittelt.

Rest der Novelle auf Spur

Der Rest der Novelle des Tierschutzgesetzes, die unter anderem eine Alkoholgrenze für Halter von Listenhunden von 0,5 Promille sowie eine Verschärfung des Hundeführscheins vorsieht, wird wie geplant am 25. Oktober im Landtag beschlossen. Betroffen von der Maßnahme sind 3.335 Listenhunde, die sechs Prozent aller in Wien gemeldeten Hunde (55.581) ausmachen. Von den 412 Hundebissen zwischen 2015 und heute wurden 16 Prozent von Listenhunden verursacht, hieß es in der Aussendung.

Widerstand gegen die kombinierte Beißkorb- und Leinenpflicht für Listenhunde kündigte am Freitag auch der Verein gegen Tierfabriken (VGT) an. Die Organisation startete eine Petition dagegen.





Schlagwörter

Wien, Hunde, Maulkorb, SPÖ, Grüne, Listenhunde

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-10-19 10:54:32
Letzte Änderung am 2018-10-19 11:15:13


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