• vom 30.11.2018, 20:30 Uhr

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Wien rückt ein Stück näher an Bratislava




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  • Neue Hochleistungsbahnstrecke soll Hauptstädte in 40 Minuten verbinden. Wiener Teilstück ist fertig.


© M. Hirsch © M. Hirsch

Wien. Wien und Bratislava sollen näher zusammenrücken, daher wird derzeit die Zugverbindung zwischen den Hauptstädten ausgebaut und verbessert. Nach Abschluss des Projekts soll die Strecke von der Bahn in 40 Minuten bewältigt werden. Am Freitag ist der Wiener Teilabschnitt dieser neuen, schnelleren Zugverbindung zwischen Wien und Bratislava eröffnet worden.

"Vor 200 Jahren haben sich Europäer hier gegenseitig getötet", sagte Jörg Wojan, der Vertreter der Europäischen Kommission in Österreich, und verwies damit auf die Schlacht bei Aspern zwischen Frankreich und Österreich im Jahr 1809.


Rund 540 Millionen Euro zahlten die Österreichischen Bundesbahnen für den 4,5 Kilometer langen Ausbau. Bis 2023 sollen die Arbeiten an der gesamten Strecke beendet sein. Finanziert wird das Eisenbahnprojekt mithilfe eines Kredits der Europäischen Investitionsbank.

Die Fahrtzeit zwischen Wien und Bratislava beträgt derzeit noch 66 Minuten und soll mit dem Ausbau auf 40 Minuten reduziert werden. Auf der neuen Strecke können Geschwindigkeiten bis zu 200 km/h gefahren werden. "Heute wird die neue Bahnstrecke Europa verbinden", erklärte Wojan bei der Inbetriebnahme des Wiener Teilabschnitts.

Vor zwei Jahren erfolgte der Spatenstich für den Bau der 4,5 Kilometer langen Strecke der Marchegger Ostbahn, die nun zwischen den Haltestellen Wien Erzherzog-Karl-Straße und Wien Aspern Nord zweigleisig und elektrifiziert unterwegs ist. Mit dem Ausbau wird für die Seestädter eine Verbindung zur Schnellbahnlinie S80 geschaffen, mit der sie "in kürzester Zeit" zum Hauptbahnhof gelangen, sagte Umweltstadträtin Ulli Sima (SPÖ) bei der Eröffnung. An Werktagen wird die S80 mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018 halbstündlich am neuen Bahnhof Wien Aspern Nord abfahren. Im Zuge des Projektes wurde auch die in die Jahre gekommene Haltestelle Hirschstetten modernisiert und mit Unterführungen ausgestattet.

Strom kommt zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie
Die Marchegger Ostbahn bildet seit ihrer Eröffnung im Jahr 1870 die Verbindung zwischen der österreichischen und der slowakischen Hauptstadt. Neben einer Erhöhung der Kapazitäten und einer Verkürzung der Fahrtzeiten bringt der Ausbau nun auch den ökologischen Vorteil der Umstellung von Diesel auf 100 Prozent Strom aus erneuerbarer Energie. Alle sieben Bahnhöfe an der Strecke werden barrierefrei ausgestaltet und mit Park-and-Ride-Anlagen versehen. Der nächste Abschnitt, der bearbeitet wird, wird zwischen den Bahnhöfen Siebenbrunn-Leopoldsdorf und Schönfeld-Lassee sein.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-11-30 17:46:34
Letzte Änderung am 2018-11-30 17:49:33


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