• vom 23.09.2011, 16:50 Uhr

Unterwegs

Update: 23.09.2011, 17:50 Uhr

Das war die Mobilitätswoche

Geh-Zeuge und E-Zeuge statt Fahrzeugen




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  • Zehn Mal zu Fuß rund um Wien.
  • Strom-Autos vor dem Parlament.

Wien. Fortbewegung ohne Auto, geht das? Zu zeigen, wie es gehen könnte, war das Ziel der Mobilitätswoche, die am Donnerstag zu Ende gegangen ist. So sind zum Beispiel 81 Teilnehmer bei der Aktion "Wien geht um" so viele Schritte gegangen, dass Wien virtuell zehn Mal umrundet werden konnte. Seit 20. September wurden die Schritte doppelt gezählt und werden auch zur Aktion "In 80 Tagen um die Welt" dazugerechnet: Bis zur Weltklimakonferenz am 9. Dezember sollen 64 Millionen Schritte gesammelt werden.

Zum Glück machte beim Wiener Geh-Experiment eine Schulklasse mit, die die Nutzung ihrer "Gehzeuge" dokumentieren, sagte Doris Rittberger von den Organisatoren "Wild Urbs". Größter Unterstützer der Welt-Umrundung ist derzeit Gregor Sieböck, der bereits tatsächlich um den Planeten Erde gewandert ist. Gezählt wird entweder mit Pedometern oder mit speziellen Applikationen auf Mobiltelefonen.


Strom-Autos unterwegs
Auf Tour ist auch Louis Palmer. Mit 24 strombetriebenen Autos und deren Fahrern fährt er von Paris nach Prag. "Nur", denn 2007 war auch er um die ganze Welt unterwegs. Und das mit einem rein mit Solarenergie betriebenen Auto. Um ausreichend Strom zu haben, musste er einen großen Anhänger mitführen. Dieses Mal ist es etwas bequemer, Strom gibt es schließlich aus jeder Steckdose.

Am Freitag machte die "WAVE" ("World Advanced Vehicle Expedition", Englisch für "Welttour fortschrittlicher Fahrzeuge", Anmerkung) in Wien Station.

Wieder neue Rekordbeteiligung
Peter Czermak vom Klimabündnis Österreich ist über den Erfolg der Mobilitätswoche erfreut. "Es werden jedes Jahr mehr Gemeinden, die mitmachen", sagte er. Dass es dieses Jahr so viele Teilnehmer gab, die die angebotenen Aktionen nutzten, lag aber auch an einem Faktor, der von den Organisatoren nicht beeinflussbar war: dem Wetter. Immerhin konnten sich sowohl die autofreie Josefstädter Straße (16. 9.) als auch "Rasen am Ring" (22. 9.) über strahlenden Sonnenschein freuen.

Die Mobilitätswoche ist eine EU-Aktion, die seit zehn Jahren statt findet, den autofreien Tag gibt es sogar bereits seit zwölf Jahren. Beides nur ein Baustein unter vielen auf dem Weg zu weniger Autoverkehr. Vorarlberg zum Beispiel hat bei diesen Aktionen die höchste Beteiligung: 40 Prozent der Gemeinden machen seit zehn Jahren bei der Mobilitätswoche mit - und das westlichste Bundesland ist führend beim Öffentlichen Verkehr und beim Radverkehrsanteil. "Solche Zahlen ermutigen uns", glaubt Czermak an einen Erfolg der Mobilitätswoche.



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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2011-09-23 15:08:21
Letzte Änderung am 2011-09-23 17:50:53


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