• vom 08.05.2014, 17:12 Uhr

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Update: 08.05.2014, 17:19 Uhr

Personenhafen

Großer Schiffs-Bahnhof




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Von Barbara Sorge

  • Nach Flughafen und Hauptbahnhof macht sich auch der Personenhafen fein.

Hübscher und moderner soll der Personenhafen gestaltet werden. - © Fotomontage: Vasko + Partner

Hübscher und moderner soll der Personenhafen gestaltet werden. © Fotomontage: Vasko + Partner

Wien. Majestätisch liegt die "Queen Maxima" in der Sonne und lässt sich die Flanken putzen. Wie die "A-Rosa-Donna" und die "APT Amareina" und etwa zehn weitere Flusskreuzfahrtschiffe liegt sie im Personenhafen bei der Reichsbrücke vor Anker. Acht Anlegestellen gibt es auf einer Länge von etwa einem Kilometer vor bzw. flussauf- und flussabwärts des Schifffahrtszentrums am Handelskai. Dazu kommen noch weitere vier Anleger mit Pontons. An jeder dieser "Haltestellen" können bis zu drei Schiffe anlegen - insgesamt könnten 36 große Kabinenschiffe gleichzeitig vor Anker gehen.


Im Moment ist der Platz für die schwimmenden Hotels aber enger als sonst. Die Piers 6 bis 8 sind wegen Bauarbeiten geschlossen - nach dem Twin City Liner und dessen Anlegestelle am Schwedenplatz in der City soll nun der Personenhafen aus- und umgebaut werden.

248 Gäste und 50 Mann und Frau Besatzung hat die "A-Rosa-Donna", die am Donnerstag um 8 Uhr am Pier 1 angelegt hat. Es ist eines von rund 3600 Schiffen, die pro Jahr ihre Taue hier festmachen. Insgesamt kommen jährlich etwa 260.000 Gäste auf diesem Weg nach Wien. Vor zehn Jahren waren es noch 130.000 Passagiere, die von 3300 Schiffen gebracht wurden - in der Zeit sind auch die Schiffe gewachsen: 2004 waren sie noch zwischen 80 und 90 Meter lang, heute bringen sie es auf 124 und 135 Meter Länge.

Die "A-Rosa-Donna" bringt es auf 124,5 Meter Länge und ist ein "Dreieinhalb-Streifen-Hotel", erklärt Hotel-Manager Michael Kirchhoff und deutet auf die Streifen auf seiner Schulter. Wie in einem Hotel erhält der Passagier alle notwendigen Informationen bei der Rezeption, es gibt Restaurants, einen Fitness-Bereich und bei Schönwetter auch die Möglichkeit, den Pool am Dach zu nutzen. Kirchhoff ist heuer schon auf der neunten Reise in Wien. So oft sei er die Donau bereits hinauf und hinunter gefahren, dass er einigen Bäumen am Flussufer schon Namen gegeben habe. Er freut sich auf die Abwechslung, die sich ihm bieten wird, wenn der Wiener Personenhafen sein Gesicht nun etwas ändert.

Mehr Licht, mehr Strom, mehr Wasser
"In einem Jahr sollen die Umbauarbeiten abgeschlossen sein, erklärte Ronald Schrems, Geschäftsführer des "Ländenbetreibers" Wiener Donauraum, bei der Projektpräsentation am Donnerstag. Der Umbau ist notwendig, weil "mittelfristig mit einer weiteren Verdopplung des Passagieraufkommens" gerechnet wird, sagte Schrems. Die Versorgungsleitungen werden saniert, Strom- und Wasserleitungen verstärkt und neu dimensioniert. Ein neues Verkehrsleitsystem soll es Bussen erleichtern, die Passagiere zu Stadtrundfahrten abzuholen - Einbahnsysteme sollen kompliziertes Reversieren unnötig machen.

Das Schifffahrtsgebäude - landesweit bekannt durch die Serie "Soko Donau" - soll durch eine neue Beleuchtung attraktiver gestaltet werden. Überhaupt sollen Grünflächen und Aufenthaltsräume wie ein Kaffeehaus oder ein Souvenirladen das Umfeld aufwerten. Citylights sollen aufgestellt werden und für die Passagiere soll es ein Informationsleitsystem geben, damit sie ihre Schiffe leichter finden. "Wir wollen erreichen, dass Wien wieder einen Personenhafen hat, der im europäischen Vergleich an der Spitze rangiert", begründete Ronald Schrems die Maßnahmen.

Investiert werden rund 7 Millionen Euro, eine Investition, die für Wirtschafts- und Finanzstadträtin Renate Brauner eine "doppelte Dividende" bringt, wie sie zum Startschuss der Bautätigkeiten sagte - einerseits mehr Lebensqualität für die Wiener und Touristen, andererseits für die Wirtschaft.




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Dokument erstellt am 2014-05-08 17:17:07
Letzte Änderung am 2014-05-08 17:19:52



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