• vom 06.06.2018, 12:17 Uhr

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Update: 06.06.2018, 12:24 Uhr

Citymaut

ÖVP NÖ gegen "Pendlersteuer"




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Von WZ Online, APA

  • Die Herausforderungen in der Ostregion sollen gemeinsam bewältigt werden.

Perchtoldsdorf. Ein klares Nein zur Einführung einer Wiener Citymaut hat die niederösterreichische ÖVP in einer Pressekonferenz am Mittwoch in Perchtoldsdorf (Bezirk Mödling) deponiert. Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner forderte dazu auf, über Landes- und Parteigrenzen hinweg in Räumen zu denken, miteinander Lösungen zu suchen und Verkehrsströme mit Verkehrsverbindungen zu bewältigen.

Der Vorschlag von Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) sei "kleingeistig, engstirnig und kurzsichtig" und bedeute nichts anderes als eine "Pendlersteuer", die Betroffene 500 Euro im Jahr kosten würde, kritisierte Ebner. Jeden vierten Job in der Bundeshauptstadt mache kein Wiener, die Bundesländer seien miteinander verbunden. In der zusammenwachsenden Ostregion - Wien, Niederösterreich und Burgenland - leben 2,9 Millionen Menschen, wobei Wien verkehrstechnisch zum Flaschenhals werde.

Das NÖ Mobilitätspaket umfasse u.a. eine Prüfung zum Ausbau der Wiener U-Bahn ins Umland, Erhöhung der Taktfrequenz nach Wien und 6.800 neue Pkw- und 3.200 Zweirad-Stellplätze in den vergangenen fünf Jahren. "Im Straßenbereich wollen wir nicht nur den Lobau-Tunnel, sondern in weiterer Folge den Bau und Ausbau von S1 und S8, sowie einen dreispurigen Ausbau der A22 bei Stockerau und eine zweite Rampe von der S5 auf die A22", sagte der Parteimanager.

Geschlossenheit gegen Citymaut

Um die Ablehnung zur Citymaut zu untermauern, wurden bei einem Aktionstag am Mittwoch Folder verteilt. Wer Ideen und Meinungen einbringen möchte, kann dies unter www.vpnoe.at/neinzurcitymaut tun, sagte Ebner. Er sprach davon, dass Volkspartei, SPÖ und FPÖ zumindest in Niederösterreich und im Burgenland sowie die Bundesregierung geschlossen gegen eine City-Maut auftreten würden. "Enttäuscht" sei er von den Landes-Grünen, "die lieber Steigbügelhalter für die Wiener Grünen sind statt aufseiten der Vernunft zu stehen".

Dem Thema entsprechend wurde die Pressekonferenz mit ÖVP-Mandataren aus dem Wiener Umland auf einem im Entstehen begriffenen, kostenlos zu nutzenden Park-and-Ride-Platz abgehalten. In 600 Metern Luftlinie von der Wiener Stadtgrenze werden nahe der Bahnhaltestelle Perchtoldsdorf 66 Auto- und 88 Fahrradplätze errichtet, sagte Bürgermeister Martin Schuster. Um den Zugang zu Öffis zu erleichtern, seien aktuell an 46 Standorten Stellplätze in der Pipeline, insgesamt seien es im Bundesland kostenlose 38.000 für Pkw und 23.500 für Zweiräder. Schuster erinnerte daran, dass bereits vor acht Jahren bei einer Volksbefragung 77 Prozent der Wiener gegen die Citymaut gestimmt hätten.

Optimierung der Ampelschaltung

Korneuburgs Bürgermeister Landtagsabgeordneter Christian Gepp machte sich für den Ausbau der S-Bahnen stark. Sein Landtagskollege aus dem Bezirk Gänserndorf, Rene Lobner, begrüßte die Entscheidung pro Lobau-Tunnel. Zur Entlastung des Marchfelds seien der Ausbau der S1 und S8 notwendig. LAbg. Gerhard Schödinger verwies auf die wichtige Erweiterung der Ostautobahn (A4) zwischen Fischamend und Neusiedl (Burgenland) auf drei Fahrspuren.

Der Klosterneuburger LAbg. Christoph Kaufmann bekrittelte die Stau und damit die Schadstoffbelastung erhöhende Ampelschaltung auf Durchzugsstraßen in Wien. Seit Jahren würden auch die Autofahrerklubs auf diesen Umstand hinweisen. Der Umwelt zuliebe sollte dem Stop-and-Go-Verkehr ein Ende gesetzt werden, forderte Kaufmann eine Optimierung der Ampelschaltungen in Richtung "grüne Welle".





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-06-06 12:19:33
Letzte Änderung am 2018-06-06 12:24:20


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