• vom 27.07.2018, 19:00 Uhr

Unterwegs


Praterstraße

"Bleibt also nur die Fahrbahn"




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  • Die Praterstraße im 2. Bezirk soll in jede Richtung um eine Fahrbahn reduziert werden, sagt Bezirksvorsteherin Uschi Lichtenegger (Grüne).

Kein Weiterkommen in der Stoßzeit auf der Praterstraße für Autofahrer und Radfahrer.

Kein Weiterkommen in der Stoßzeit auf der Praterstraße für Autofahrer und Radfahrer.© Willfried Gredler-Oxenbauer/picturedesk.com Kein Weiterkommen in der Stoßzeit auf der Praterstraße für Autofahrer und Radfahrer.© Willfried Gredler-Oxenbauer/picturedesk.com

Wien. Die Praterstraße in der Leopoldstadt soll verkehrsberuhigt werden. Bezirksvorsteherin Uschi Lichtenegger (Grüne) will auf der Achse zwischen Donaukanal und Praterstern unter anderem mehr Platz für Radfahrer schaffen. Im Fußgänger- und Ladezonenbereich könne man nichts wegnehmen. "Bleibt also nur die Fahrbahn", sagte sie im apa-Interview. Nähere Details gibt es aber noch nicht.

"Im Frühjahr wurde eine Verkehrszählung durchgeführt. Auf deren Basis ist gerade eine Studie am Laufen, welche Auswirkungen es haben würde, wenn man eine Fahrspur wegnimmt. Ich hoffe, dass Ergebnisse im Frühherbst vorliegen. Diese werden wir analysieren und in Gespräche sowie Budgetverhandlungen mitnehmen", skizzierte Lichtenegger das weitere Vorgehen. Wann mit dem Vorhaben tatsächlich begonnen wird, lasse sich noch nicht sagen. Nur soviel: Die gesamte Straße samt Gehsteigen müsse nach 40 Jahren generalsaniert werden. Insofern sei es naheliegend, dass man hier gleich eine Neugestaltung vornimmt.



"Der Radweg ist zu schmal - auch wegen der zunehmenden Lastenräder, der Botendienste usw. Da sind wir gefordert, etwas zu tun. Wir brauchen mehr Platz. Und wo werden wir den wegnehmen? Von den Fußgängern sicher nicht. Parkplätze gibt es jetzt schon wenige, sondern nur Ladezonen und die braucht es. Bleibt also nur die Fahrbahn", erklärte die Grünen-Politikerin. Im Zuge eines Bürgerbeteiligungsprozesses sei neben besseren Querungsmöglichkeiten für Fußgänger vielfach auch eine Verkehrsberuhigung gewünscht worden.


Tempo 30
angedacht

Um letztere zu erreichen, kann sich Lichtenegger auch Geschwindigkeitsbeschränkungen vorstellen: "Außerhalb der Stauzeiten wird auf der Praterstraße sehr schnell gefahren. Da könnten wir auch an Tempo 30 denken - eventuell in der Nacht als Kompromiss. Aber wenn mehr Querungen für Fußgänger da sind, wenn mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer geschaffen wird, glaube ich, dass es automatisch zu einer Verkehrsberuhigung kommt."

Positiv beurteilt Lichtenegger die Diskussion um eventuelle Zufahrtsbeschränkungen für die Innenstadt. "Ich begrüße, dass sich der 1. Bezirk etwas überlegt, aber ganz klar ist: Der 2. Bezirk muss eingebunden werden. Es kann nicht sein - das weiß der Bezirksvorsteher (Markus Figl, ÖVP, Anm.) auch -, dass das alles in die umliegenden Bezirke verlagert wird." Die Leopoldstadt sei ein Transitbezirk, "wo sich in der Früh viele in Richtung City bewegen und am Abend wieder hinaus". Deshalb benötige es Gesamtlösungen: "Es braucht Überlegungen hinsichtlich Citymaut, Parkpickerl für ganz Wien, Öffi-Ausbau und Verhandlungen mit Niederösterreich und dem Burgenland."

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Dokument erstellt am 2018-07-27 17:41:15


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