• vom 27.07.2018, 19:00 Uhr

Unterwegs


Praterstraße

"Bleibt also nur die Fahrbahn"




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Den Autoverkehr vermindern will Lichtenegger auch vor Schulen. Deshalb startet nach den Sommerferien vor der Ganztagsvolksschule in der Vereinsgasse das Pilotprojekt "Schulstraße", das erste dieser Art in Wien. "Wir wollen, dass Eltern darüber nachdenken, ob die Kinder wirklich täglich mit dem Auto zur Schule gebracht werden müssen. Dafür sperren wir eine halbe Stunde vor Schulbeginn die Straße ab." Am betreffenden Schulstandort gebe es derzeit viele Elterntaxis, obwohl die Schüler aus der Umgebung kämen. Nach zwei Monaten wird evaluiert, wobei Lichtenegger hofft, dass die Schulstraße weiterhin bleiben kann.

Pensionsversicherung will
Parkgarage bauen

Apropos Kfz-Verkehr: Sauer stößt der Vorsteherin nicht zuletzt ein Projekt der Pensionsversicherungsanstalt auf. Die PVA plane eine 445 Stellplätze fassende Hoch-Parkgarage mit einer Länge von 100 Metern und einer Höhe von 17 Metern auf Kosten von Grünflächen. Und das, obwohl im PVA-Gebäude schon 800 Parkplätze untergebraucht seien und der Standort auch öffentlich gut angebunden sei: "Ich glaube, die Zeiten sind vorbei, wo man Mitarbeiter mit Gratis-Parkplätzen lockt. Viele Firmen denken um und bieten Jahreskarten oder E-Fahrräder an." Die Bezirksvertretung sei einstimmig dagegen, insofern hat Lichtenegger kürzlich einen offenen Brief an die PVA-Führung geschrieben. Denn rechtlich habe man gegen das Vorhaben keine Handhabe, betonte sie. Die Flächenwidmung lasse einen derartigen Bau dort zu.

FPÖ und ÖVP sprechen sich gegen die Wegnahme einer Fahrspur aus. So würden die angedachten Maßnahmen der Bezirkvorsteherin keine Vorteile für irgendeinen Verkehrsteilnehmer bringen, befindet FPÖ-Verkehrssprecher Toni Mahdalik.

Dass für einen breiteren Radweg nun einfach eine Fahrspur weggenommen werden soll und über eine 30er Tempo-Beschränkung nachgedacht wird, sei an Skurrilität nicht zu überbieten, sagt ÖVP-Verkehrssprecher Manfred Juraczka.

Auch die SPÖ zeigt sich skeptisch. Ihr Verkehrssprecher, Gerhard Kubik, sagt: "In dieser Form ist die Diskussion um eine Spurverengung nur ein Aufwärmen eines Wahlkampfthemas." Die vom Bezirk initiierte Verkehrsstudie müsse abgewartet werden. "Wenn wir über Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung diskutieren, dann nur, wenn wir alle Fakten kennen. Das ist vernünftige Verkehrspolitik, die alle Interessen wahrt", meinte Kubik.

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Dokument erstellt am 2018-07-27 17:41:15


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