• vom 22.08.2018, 10:06 Uhr

Unterwegs


E-Scooter

Die Neuen in der Stadt




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  • ÖAMTC wird zum Mobilitätsanbieter und will E-Scooter-Sharing-Anbietern Konkurrenz machen.

Die neuen Elektro-Scooter dürfen im "Geschäftsgebiet" innerhalb des Gürtels, der Tangente und der Donau unterwegs sein. - © apa/Pfarrhofer

Die neuen Elektro-Scooter dürfen im "Geschäftsgebiet" innerhalb des Gürtels, der Tangente und der Donau unterwegs sein. © apa/Pfarrhofer

Wien. (apa/hs) Der ÖAMTC startet ab sofort ein Elektro-Scooter-Sharing in Wien. Abholen und abstellen darf die E-Scooter jeder, der in Besitz eines Moped- oder B-Führerscheins ist. Eine Mitgliedschaft beim Club ist nicht notwendig. "Mit unserem E-Scooter-Sharing werden wir erstmals zum Mobilitätsanbieter - wir starten mit Akkubetriebenen Scootern", sagte ÖAMTC-Direktor Oliver Schmerold am Dienstag.

Eine Fahrt bis zu 30 Minuten kostet vier Euro - für jede weitere Minute werden zehn Cent verrechnet. Die Abrechnung erfolgt monatlich im Nachhinein. "Wir haben uns bewusst für einen Mindestzeitraum von 30 Minuten pro Fahrt entschieden, um Stress und mögliche Unfälle zu vermeiden", sagte ÖAMTC-Landesdirektor für Wien, Niederösterreich und Burgenland, Ernst Kloboucnik. Die Reichweite der E-Scooter hänge zwar stark von der Fahrweise ab, doch könne garantiert werden, dass die in der App angezeigten Fahrzeuge genügend Akkuladung haben, um zumindest eine halbe Stunde lang fahren zu können.


Die Nachfrage nach flexiblen und ökologischen Fortbewegungsmöglichkeiten in den Städten wächst und mit ihr die Angebote. - vom ursprünglichen Radverleih über Rikschatouren, Kutschenfahrten und Segwayverleih. Die Technik entwickelt sich weiter und bietet immer wieder neuen Möglichkeiten.

Vom Radverleih zum E-Scooter
Die Idee des E-Scooter-Sharings zum Beispiel entwickelte sich durch die Kombination aus Internetzugang, Ortungssystems, E-Motoren und E-Banking. Das Konzept erlebt seit längerem, besonders in den großen Städten, einen Boom. In Wien bieten die Unternehmen "Scot2t" bereits seit Juli 2017 und das Wiener Start-up "goUrban" seit März 2018 die Möglichkeit, Elektromopeds via Handy-App zu mieten. Jetzt springt auch der ÖAMTC auf den Zug auf: Das Elektromoped "easy way" soll den Benützern vorerst in Wien und Graz eine Alternative zum Auto und öffentlichen Verkehrsmitteln bieten. Die 150 Mopedfahrzeuge in Wien und 15 Fahrzeuge in Graz können mittels gleichnamiger App ausgeliehen werden. Die E-Scooter sind seit Dienstag innerhalb des Gürtels, der Tangente und der Donau zu finden. Dort können sie abgeholt und abgestellt werden. So wie auch bei den anderen Anbietern befinden sich im Topcase der Fahrzeuge zwei Helme unterschiedlicher Größe. Eine Einweghaube ist auch in dem Fach zu finden und soll für die nötige Hygiene sorgen.

Gewartet werden die Fahrzeuge vom ÖAMTC selbst. Voraussetzung für die Benützung der Gefährte ist der Besitz eines gültigen Moped- oder B-Führerscheins, der App, einer Kreditkarte und einer E-Mail-Adresse. Der Standort des Mopeds wird auf der App angezeigt. E-Scooter, welche nicht genug Akku für eine halbstündige Fahrt haben, scheinen auf der App nicht auf. Bei jenen wird der Akku vom Team des ÖAMTC gewechselt.

Oliver Schmerold, Direktor des ÖAMTC, meinte bei der Pressekonferenz am Dienstag, dass gerade im innerstädtischen Bereich ein flexibles, umweltfreundliches und günstiges Fortbewegungsmittel sinnvoll sei. Auf die Frage, wie mit etwaiger Beschädigung des Fahrzeuges umgegangen werde, meinte er im Gespräch mit der "Wiener Zeitung", dass jeder Nutzer vor Inbetriebnahme das Fahrzeug, dieses auf etwaige Schäden zu prüfen hat.

400 Euro Selbstbehalt
Die Mopeds seien vollkaskoversichert, komme es zum Unfall, sei dieser zu melden und wie gewohnt ein Bericht auszufüllen. Bei Selbstverschulden gibt es allerdings einen Selbstbehalt von 400 Euro. Und was ist im Fall eines Diebstahls? Philipp Halla von Torrot, Hersteller der E-Scooter, erklärte, er habe diesbezüglich keine Bedenken. Jedes Moped sei mit einem GPS ausgestattet und kann wiedergefunden werden, außerdem gebe es einen Alarmauslöser, wenn das Fahrzeug ohne Reservierung vom Standplatz entfernt wird.

Ob die ÖAMTC-Mopeds den anderen Anbietern Konkurrenz machen, wird sich herausstellen.




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Dokument erstellt am 2018-08-22 10:14:43


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