• vom 27.11.2018, 18:08 Uhr

International

Update: 27.11.2018, 18:34 Uhr

5G

Schnelles Internet unter dem Hammer




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  • Der Weg zu 5G, dem neuen Mobilfunkstandard, wurde diese Woche in Deutschland freigegeben. Mobilfunkanbieter steigern zwar mit, hadern aber mit strengen Auflagen und hohen Kosten.

Mobilfunkantennen - hier noch nicht 5G.

Mobilfunkantennen - hier noch nicht 5G.© umb-o Mobilfunkantennen - hier noch nicht 5G.© umb-o

Berlin/Stockholm. (ast) Wer kennt das nicht: Man sitzt im Zug, telefoniert - und die Verbindung bricht ab. Das soll sich nun ändern. In Deutschland ist das Zulassungsverfahren zur Versteigerung der Funkfrequenzen zum Aufbau von 5G-Netzen gestartet. Bis 25. Jänner haben Unternehmen Zeit, sich für die Auktion im Frühjahr 2019 bei der Bundesnetzagentur zu bewerben (in Österreich werden voraussichtlich ab Februar Frequenzen versteigert). Die Vergabe soll für eine bessere Versorgung mit leistungsfähigem Breitband in der Fläche sorgen. Bis 2022 sollen etwa in jedem Bundesland 98 Prozent der Haushalte mit Geschwindigkeiten von mindestens 100 Megabit pro Sekunde versorgt werden. Die Versteigerung der Frequenzen liefert zum einen den Startschuss für den Aufbau eines 5G-Netzes, das wiederum Voraussetzung für neue Schlüsseltechnologien wie das autonome Fahren, die Kommunikation von Maschinen untereinander oder die Steuerung von Drohnen ebnet. Dafür wird ein Netz benötigt, das riesige Datenmengen in Echtzeit transportiert.

Zum anderen sollen "weiße Flecken" - also Landstriche ohne Breitbandversorgung - mittels der Auflagen erstmals überhaupt ans Internet angeschlossen, aber auch Autobahnen, Schienenwege und Wasserstraßen besser ausgestattet werden.


Streitpunkt um
Roaming in Funklöchern

Jeder Mobilfunk-Netzbetreiber, der sich um 5G bemüht, muss die strengen Auflagen der Behörde erfüllen. Wer dabei sein wird, ist noch nicht bekannt. Es wird aber erwartet, dass erneut Marktführer Deutsche Telekom wie auch die Nummer zwei und drei, die deutsche Töchter der britischen Vodafone sowie der spanischen Telefonica, in den Ring steigen. Auch das global agierende deutsche Unternehmen United Internet, das bisher kein eigenes Netz hat, hat Interesse signalisiert.

Trotz scharfer Kritik und zahlreicher Änderungsvorschläge seitens der Politik und Wirtschaft wurden die Mitte November veröffentlichten vorläufigen Vergabebedingungen nicht mehr geändert. Die Deutsche Telekom sprach von unverhältnismäßigen, kaum umsetzbaren Versorgungsauflagen. Zudem bemängelte der Branchenprimus, nationales Roaming dürfe nicht durch die Hintertür eingeführt werden. Hierbei würden Handynutzer in einem Funkloch kostenlos mit einem anderen Anbieter verbunden. Dafür wurde keine Verpflichtung festgeschrieben, aber ein "Verhandlungsgebot". Zugleich sprach sich die Behörde selbst eine Schiedsrichterrolle zu, sollten die Gespräche zwischen den Betreibern ohne Ergebnis bleiben. Bundestagsabgeordnete der Regierungsparteien forderten am Dienstag aber erneut ein lokales Roaming.

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Dokument erstellt am 2018-11-27 18:19:31
Letzte Änderung am 2018-11-27 18:34:32



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