• vom 28.12.2018, 18:04 Uhr

International

Update: 29.12.2018, 07:27 Uhr

USA

Die USA enteilen dem Rest der Welt




  • Artikel
  • Kommentare (6)
  • Lesenswert (18)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Von den 100 wertvollsten börsennotierten Konzernen haben 57 ihren Sitz in Nordamerika. Europas Firmen hinken der Entwicklung hinterher.

Führte sein Unternehmen auf Platz eins: Microsoft-Chef Satya Nadella. - © afp/Ge. Julien

Führte sein Unternehmen auf Platz eins: Microsoft-Chef Satya Nadella. © afp/Ge. Julien

Wien. (apa/leg) Jahrelang hat der Infotech-Riese Apple die Rangliste der wertvollsten Unternehmen der Welt angeführt - oft mit deutlichem Vorsprung auf die Konkurrenz. Über eine Billion Dollar war der iPhone-Hersteller, der vor allem zu Zeiten des legendären Ex-Firmenchef Steve Jobs die Trends im Bereich Informationstechnologie setzte, zeitweilig wert. Diese Führungsposition hat der US-amerikanische Gigant allerdings im vergangenen Jahr eingebüßt. Wie aus einer Studie des Prüfungs- und Beratungsunternehmens Ernst & Young (EY) hervorgeht, hat der Software-Riese Microsoft Apple im Jahr 2018 von der Spitze verdrängt. Der vom Informatiker Satya Nadella geführte US-Konzern konnte seinen Börsenwert innerhalb eines Jahres um 14 Prozent steigern und ist nun 754 Milliarden US-Dollar wert - das entspricht einem Wert von 661 Milliarden Euro.

USA legen um sieben Prozent zu
Microsoft schaffte damit in dem jährlich veröffentlichten Ranking den Sprung von Platz drei an die Spitze. Apple hingegen büßte 17 Prozent ein und kommt derzeit auf rund 715 Milliarden Dollar. Die Google-Muttergesellschaft Alphabet ist derzeit 685 Milliarden Dollar schwer. Sie belegt damit Rang drei und rutschte gegenüber dem Vorjahr um einen Platz nach hinten.


Dass die Liste der teuersten Unternehmen von US-Konzernen angeführt wird, ist ebenso wenig ein Zufall wie der Umstand, dass es sich um Konzerne aus der Infotech-Branche handelt. "Zum einen profitieren die Aktienkurse vieler US-Unternehmen von der sehr positiven Konjunkturentwicklung auf dem Heimatmarkt und der - nicht zuletzt dank der Steuersenkungen - guten Gewinnentwicklung der US-Konzerne. Zum anderen stehen derzeit Technologieunternehmen bei Investoren besonders hoch im Kurs. Und in diesem Bereich sind die USA eindeutig besser aufgestellt als Europa", erklärt sich Gerhard Schwartz, Leiter des Assurance-Bereichs bei EY Österreich, die Dominanz der US-Konzerne.

Diese Dominanz hat sich im abgelaufenen Jahr verstärkt. Die US-amerikanischen Unternehmen vereinen mit knapp 11,5 Billionen Dollar Marktkapitalisierung etwa 63 Prozent des Gesamtvolumens auf sich. Das sind ganze 7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die fünf wertvollsten Unternehmen der Welt kommen aus den Vereinigten Staaten, und von den 100 wertvollsten Unternehmen haben 57 ihren Sitz in Nordamerika. Nur 22 stammen aus Europa, 21 Unternehmen kommen aus Asien und dem pazifischen Raum.

weiterlesen auf Seite 2 von 2




6 Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
Dokument erstellt am 2018-12-28 18:17:10
Letzte Änderung am 2018-12-29 07:27:11



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Flugtaxis sollen schon in sechs Jahren starten
  2. ÖBB setzen bei Innovation auf Partnerschaften
  3. Datenschutzverstöße bei der Post
  4. Firmen suchen Digitalkenntnisse
  5. Finanzminister empfehlen Philip Lane
Meistkommentiert
  1. Rückendeckung für deutsche Pkw-Maut
  2. Grenzen der EU-Solidarität
  3. Karfreitag: Zusätzlicher Feiertag reduziert BIP
  4. Firmen suchen Digitalkenntnisse
  5. Juncker-Plan brachte 1,4 Milliarden

Werbung



Quiz


Firmenmonitor







Werbung