London. Der britische Automarkt hat 2018 den schwersten Einbruch seit der Finanzkrise vor zehn Jahren erlitten. Grund für die Absatzflaute sind eine sinkende Nachfrage nach Dieselfahrzeugen, striktere Abgasvorschriften und die Verunsicherung der Verbraucher wegen der Unklarheiten um den Brexit.

Die Nachfrage fiel um fast sieben Prozent auf 2,37 Millionen Fahrzeuge, wie aus vorläufigen Daten des Automobilverbands SMMT am Montag hervorgeht. Einen stärkeren Rückgang gab es zuletzt 2008 mit einem Minus von 11,3 Prozent.

Vor allem die Dieselkrise führte zu dem Einbruch. Die Nachfrage nach Dieselfahrzeugen ging den Daten zufolge um fast 30 Prozent zurück. Der Verband warnte aber auch vor den Folgen des Austritts aus der EU Ende März. "Jeder bemerkt, dass der Brexit eine existenzielle Bedrohung für die britische Autoindustrie darstellt, und wir hoffen, dass sich eine praktikable Lösung durchsetzt", sagte der SMMT-Vorsitzende Mike Hawes. In der britischen Autobranche arbeiten rund 850.000 Menschen.