Ebenfalls am Mittwoch veröffentlichte die Bank of America ihre Bilanz des Schlussquartals 2018. Wie die zweitgrößte Bank der USA mitteilte, betrug der Gewinn im vierten Quartal 7,3 Milliarden Dollar (6,4 Milliarden Euro) - er war damit rund drei Mal so hoch wie das Jahr davor.

Im Gesamtjahr belief sich das Ergebnis unter dem Strich auf 28,1 (2017: 18,2) Milliarden Dollar. Aber auch hier machte sich der Handel mit Anleihen negativ bemerkbar. Trotzdem legten die Papiere um 6 Prozent zu.

Am Dienstag hatte das größte US-Geldhaus JP Morgan seine Bilanz veröffentlicht. Auch JP Morgan hat im Schlussquartal 2018 einen Rekordgewinn eingefahren. Doch die hochgesteckten Erwartungen enttäuschte das Institut jedoch überraschend. Da reichte es auch nicht, dass, wie JP-Morgan-Chef Jamie Dimon mitteilte, der Gewinn im vierten Quartal bei 7,1 Milliarden Dollar lag - so hoch wie nie und zwei Drittel höher als vor einem Jahr.

Investoren hatten aber mit mehr gerechnet: Auch beim Platzhirsch brach das Anleihegeschäft massiv ein. Denn JP Morgan musste im Herbst im Anleihenhandel ein Minus von 18 Prozent hinnehmen.

Anleihenmarkt trübt Ergebnis

Der Citigroup, die am Montag ihre Finanzen offenlegte, erging es ähnlich. Auf den ersten Blick: Milliardengewinn. Auch dank Einsparungen stieg der bereinigte Gewinn im Schlussquartal zwar um 14 Prozent auf 4,22 Milliarden Dollar.

Die Konzernerträge sanken jedoch um zwei Prozent auf 17,1 Milliarden Dollar. "Ein volatiles viertes Quartal hat einige unserer marktsensiblen Bereiche getroffen, insbesondere den Anleihenhandel", erklärte dazu Citigroup-Chef Michael Corbat. Im Anleihenhandel brachen die Erträge um 21 Prozent ein.

Citigroup-Aktien verloren bei der Präsentation der Ergebnisse vorbörslich rund zwei Prozent. Und das, obwohl die Bank im Gesamtjahr 2018 insgesamt einen Gewinn von 18 Milliarden Dollar eingefahren hat - mehr als die Deutsche Bank an der Börse wert ist. 2017 hatte die Wall-Street-Bank noch einen Verlust von 6,8 Milliarden ausgewiesen.

All diese Ergebnisse lassen nichts Gutes für die Deutsche Bank erwarten: Denn das deutsche Parade-Institut ist ebenfalls traditionell stark beim Handel mit festverzinslichen Wertpapieren vertreten. Die Deutsche Bank wird ihre Jahresbilanz Anfang Februar veröffentlichen.