Davos. Am Dienstag beginnt das Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum - WEF) der internationalen Wirtschafts- und Finanzeliten im schweizerischen Bergdorf Davos. Es ist heuer nicht so hochkarätig besetzt wie in den Jahren zuvor.

Fehlen werden US-Präsident Donald Trump, der wegen des Haushaltsstreits in Washington seine Teilnahme abgesagt hat, sowie sein französischer Amtskollege Emmanuel Macron, der wegen der Proteste der Gelbwesten nicht in die Schweiz reisen wird.

Aus Peking kommt Chinas Vizepräsident Wang Qishan, aus Berlin Kanzlerin Angela Merkel und aus Tokio Japans Premierminister Shinzo Abe. Israels Premier Benjamin Netanjahu wird ebenso in Davos erwartet, wie der umstrittene brasilianische Präsident Jair Bolsonaro.

Insgesamt werden rund 60 Staats- und Regierungschefs beim Weltwirtschaftsforum dabei sein.

Aus Österreich reisen Kanzler Sebastian Kurz und Außenministerin Karin Kneissl an. Schwerpunkt der Gespräche für Bundeskanzler Kurz ist nach Auskunft des Kanzleramts das Thema Digitalisierung. Kurz gehe es, so sein Sprecher gegenüber der "Wiener Zeitung", darum, zu diskutieren, wie man die Chancen der Digitalisierung nutzen kann, zugleich wird er aber auf eine faire Besteuerung von Internetkonzernen dringen. Kurz wird den Gründer von Alibaba (die chinesische Version von Amazon) Jack Ma, den CEO der deutschen Softwareschmiede SAP, Bill McDermott, Facebook-Top-Managerin Sheryl Sandberg, Jigsaw (ehemals Google Ideas)-Chef Jared Cohen, sowie den CEO von Apple, Tim Cook, treffen. Für Kurz stehen zudem Gespräche mit Bank-Top-Managern, sowie mit den Chefs von Uber, dem Maschinenbauer ABB und dem Pharmakonzern Novartis auf dem Programm.

Mit Angela Merkel, dem südafrikanischen Präsidenten Cyril M. Ramaphosa, dessen ruandischen Amtskollegen Paul Kagame und Erna Solberg, der norwegischen Ministerpräsidentin wird Kurz bei einer Podiumsdiskussion über eine neue "Entwicklungsarchitektur" für Afrika sprechen.