Richard Lugner hat durch eine Vereinbarung mit der Österreichischen Volksbanken AG (ÖVAG) den drohenden Konkurs seiner Baufirma offensichtlich in letzter Sekunde abwenden können. ÖVAG-Sprecher Ernst Ahammer bestätigte, dass es ein tragendes Finanzierungskonzept gebe.

Die Vereinbarung ermöglicht es Lugner, die Forderungen seiner Gläubiger zu bezahlen. Darüber hinaus wird die Lugner-City im Rahmen einer "Sale & Lease-back"-Variante von der Volksbanken-Immoconsult übernommen und dann an Lugner zurückgeleast. Gleichzeitig wird die ÖVAG den Bau des geplanten Kinocenters samt U-Bahn-Zugang für die Lugner-City finanzieren. Nach Abzahlung der Investitionssumme innerhalb von 20 Jahren soll die Lugner-City dann in die Familienstiftung zurückkehren. Lugners Verbindlichkeiten sollen sich auf 27,3 Mill. Euro belaufen. Ihnen stehen Aktiva von 12,6 Mill. Euro gegenüber. Daraus ergibt sich eine Überschuldung von 14,7 Mill. Euro. Lugner wird seine Baufirma liquidieren. Die Bauaufträge werden an die Firmen seiner Söhne übertragen.

Die endgültige Entscheidung über Lugners Baufirma wird erst heute fallen. Die Richterin am Wiener Handelsgericht will zuvor noch mit den öffentlichen Gläubigern (Finanzamt, Sozialversicherung) reden, hieß es.